Alleinerziehend und wohnungslos in Marzahn-Hellersdorf
In unserem Bezirk leben inzwischen 2000 Kinder, die in Wohnungslosen-Unterkünften untergebracht sind. Viele dieser Familien bleiben dort 1-2 Jahre, bevor sie es schaffen, wieder eine eigene Wohnung zu beziehen.
Alleinerziehende bleiben im Durchschnitt 4-5 Jahre in diesen Unterkünften. Die Lebenswelt für diese Ein-Elternfamilien ist also besonders belastend. Wie schwer es sein muss, in einer Wohnungslosenunterkunft aufzuwachsen, mit wenig Privatsphäre, ständiger Armut und in der Gesellschaft psychisch belasteter Menschen, können wir uns nur schwer vorstellen.
Leider gibt es nach wie vor zu wenig Wohnraum in unserer Stadt und unserem Bezirk. Die wenigen Wohnungen, die neu gebaut werden, sind schnell vergriffen. Ich möchte versuchen, mit einem Pilotprojekt zumindest etwas zu helfen.
Im Juni beginnen wir mit dem Projekt „Wohnen statt ASOG für Alleinerziehende“. Ein Träger wird sich konkret mit den Familien in Verbindung setzen und anschließend mit dem Klinkenputzen bei den (kommunalen) Wohnungsbaugesellschaften helfen.
Der große Unterschied beim Finden eigener Wohnräume zwischen Alleinerziehenden und Zwei-Elternfamilien besteht darin, dass den Alleinerziehenden nur mit zusätzlicher Unterstützung geholfen werden kann.
Meine Hoffnung ist, dass wir wenigstens einigen Ein-Elternfamilien alsbald zu eigenen vier Wänden verhelfen können, sodass ein Stück weit Normalität einkehren kann und auch diese Kinder eine Chance für ein gutes, gesundes Aufwachsen in unserem Bezirk erhalten.
Herzliche Grüße
euer Gordon
Gute Nachrichten für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Das Gebiet rund um die Böhlener Straße wird ab 2028 offiziell als neues Quartiersmanagement-Gebiet (QM) in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommen. Dies ist Teil einer stadtweiten Initiative, bei der Senat und Bezirke insgesamt elf neue Gebiete in Berlin festlegen, um die soziale Teilhabe und die Lebensqualität vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Der 8. März als Internationaler Frauentag geht auf die Frauenrechtlerin Clara Zetkin zurück. Seit 2019 ist dieser Tag in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. Die Initiative dazu geht auf unsere Innensenatorin Iris Spranger aus Marzahn-Hellersdorf zurück. Auch in diesem Jahr haben wir uns als Fraktion an den verschiedenen Kundgebungen und Demonstrationen zum Internationalen Frauentag beteiligt, indem wir z. B. am 9. März der Frauenrechtlerin Clara Zetkin gedacht haben und an ihrem Denkmal in Marzahn-Nord Blumen niedergelegt haben.
Inka Jehne moderierte den Abend gemeinsam mit unserer gleichstellungspolitischen Sprecherin Dr. Luise Lehmann und diskutierte mit den Gästen über Perspektiven feministischer Politik in Marzahn-Hellersdorf. Als SPD-Fraktion gehen wir mit gutem Beispiel voran: Vier unserer fünf Ausschussvorsitzenden sind Frauen. Zudem stellen wir mit Dr. Luise Lehmann die stellvertretende BVV-Vorsteherin. Das unterstreicht unser klares Engagement für die Gleichstellung.