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Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen in Marzahn-Hellersdorf – SPD-Fraktion kritisiert zögerliche Haltung des Bezirksamts

Das Förderprogramm zum Ganztagsausbau muss in Marzahn-Hellersdorf zügig und konsequent umgesetzt werden. Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat sich daher mit einer Großen Anfrage an das Bezirksamt gewandt, um den aktuellen Stand der Umsetzung zu erfragen. Ziel ist es sicherzustellen, dass alle Schulen im Bezirk die notwendige Unterstützung erhalten, damit die vorhandenen Fördermittel vollständig und gerecht genutzt werden können.

„Der Ganztagsausbau ist eine der wichtigsten bildungspolitischen Aufgaben der künftigen Jahre. Bereits ab dem kommenden Schuljahr besteht ein rechtlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, Marion Hoffmann.

„Laut einer aktuellen UNICEF-Studie zum Kindeswohl belegt Deutschland lediglich Platz 25 von 37 Industriestaaten. Eine unzureichende Ausstattung der Schulen und fehlendes Personal bremsen den dringend notwendigen Ganztagsausbau aus. Das darf nicht unser Anspruch sein. Das Ganztagsausbauprogramm verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, schafft echte Chancengleichheit und stärkt die Bildungsgerechtigkeit. Gleichzeitig ermöglicht es eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Den 12 Berliner Bezirken stehen für den Ausbau insgesamt 220 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Die Verteilung auf die Bezirke erfolgt nicht über vorab zugeteilte Bezirksbudgets, sondern „bedarfsorientiert und antragsbasiert“, d.h. abhängig von der Zahl und Beschaffenheit der beantragten Projekte.

Die Antragstellung ist jedoch komplex: Zahlreiche Kriterien müssen erfüllt werden, und bereits kleine Fehler können zur Ablehnung eines Antrags führen. Wir als SPD erwarten deshalb, dass die Schulen bei der Antragstellung stärker unterstützt werden, damit die Fördermittel dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, so Hoffmann weiter.

Der zuständige Bezirksstadtrat Stefan Bley betont in seiner Beantwortung, dass der Ganztagsausbau für das Bezirksamt eine hohe Priorität habe. Aus der Antwort geht hervor, dass derzeit 33 Anträge mit einem Gesamtvolumen von lediglich 1,769 Millionen Euro zur Prüfung vorliegen. Vier Anträge wurden bewilligt, darunter drei Anträge für den Bau und die Ausstattung der Spielplätze an der Peter-Pan-Grundschule in Marzahn und der Gemeinschaftsschule Mahlsdorf sowie ein Antrag zum Aufbau einer Kreativwerkstatt an der Beatrix-Potter-Grundschule in Hellersdorf. 15 weitere Anträge befinden sich aktuell in Bearbeitung. Ein Antrag zur Instandsetzung der Sanitäranlagen an der Mahlsdorfer Grundschule wurde bereits abgelehnt. Bei den übrigen Anträgen fehlen laut Bezirksamt noch Unterlagen oder Zuarbeiten anderer Fachämter. Bley verweist darauf, dass das bezirkliche Schul- und Sportamt die Schulen bei der Antragstellung inhaltlich, organisatorisch und koordinierend unterstützt. Durch eine enge Abstimmung zwischen Schulen, Schulaufsicht und den zuständigen Ämtern solle eine bestmögliche Begleitung gewährleistet werden.

Kritisch bewertet die SPD-Fraktion jedoch, dass keine zusätzliche Stelle für Beratung und Koordinierung vorgesehen ist. Dadurch entsteht ein erheblicher Mehraufwand für die bereits stark belasteten Mitarbeitenden im Schulamt. Nach eigener Einschätzung des Bezirksamts kann deshalb derzeit nicht sichergestellt werden, dass alle eingereichten Förderanträge fristgerecht bearbeitet und die verfügbaren Fördermittel vollständig ausgeschöpft werden.

„Wenn Fördermittel aufgrund fehlender personeller Kapazitäten im Bezirksamt nicht abgerufen werden können, fehlen unseren Schulen wichtige Investitionen in die Zukunft. Das wäre ein fatales Signal für die Schülerinnen und Schüler in Marzahn-Hellersdorf. Der Osten Berlins darf in der Bildungspolitik nicht zum blinden Fleck werden“, kritisiert Hoffmann die Ausführungen des Bezirksamts.

Für die SPD-Fraktion steht fest: Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung darf nicht an fehlenden Kapazitäten in der Verwaltung scheitern. Jetzt braucht es ein entschlossenes Handeln des Bezirksamts, damit alle verfügbaren Fördermittel vollständig genutzt und die Schulen im Bezirk wirksam entlastet werden. Bildungsgerechtigkeit darf kein Opfer personeller Engpässe werden. Die SPD-Fraktion wird sich daher weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass alle Kinder in Marzahn-Hellersdorf die gleichen Bildungs- und Entwicklungschancen erhalten.

 

2026-06-01T14:16:47+02:0001.06.2026|

Cecilienplatz wird endlich umgestaltet

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen wurde in der vergangenen Woche über die zukünftige Entwicklung des Cecilienplatzes in Hellersdorf berichtet. Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, die sich seit Jahren für die Aufwertung des Standorts einsetzt, begrüßt die nun absehbaren Fortschritte ausdrücklich.

„Der Cecilienplatz ist seit Jahren ein städtebaulicher Missstand. Verfall, Vandalismus, Vermüllung und sogar Brände haben das Bild geprägt. Viele Anwohnende haben zu Recht erwartet, dass endlich gehandelt wird“, erklärt die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses, Liane Ollech. „Umso wichtiger ist es, dass sich nach jahrelangem Stillstand nun endlich eine konkrete Entwicklung abzeichnet.“

Geplant sind insgesamt knapp 300 neue Wohneinheiten sowie ergänzende Gewerbeflächen. Neben einem Supermarkt sollen unter anderem auch Angebote für die Nahversorgung wie eine Apotheke oder eine Drogerie entstehen.

„Gute Stadtentwicklung bedeutet, Wohnen, Nahversorgung und Lebensqualität gemeinsam zu denken“, so Ollech weiter. „Mit den geplanten Wohnungen und den neuen Gewerbeeinheiten wird der Cecilienplatz deutlich aufgewertet – davon profitieren sowohl der Kiez als auch die Menschen vor Ort.“

Möglich wird der Fortschritt insbesondere durch den Eigentümerwechsel. Nach Angaben der zuständigen Bezirksstadträtin Heike Wessoly zeigt der neue Eigentümer im Gegensatz zu den bisherigen Eigentümern ein ernsthaftes Interesse an einer zügigen Umsetzung der bereits seit Langem genehmigten Planungen.

Bislang waren notwendige Abriss- und Baumaßnahmen trotz bestehender Baugenehmigungen ausgeblieben, da sich die verschiedenen Eigentümer aufgrund der komplizierten Grundstückssituation nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen konnten. Nun befinden sich die Eigentümer in Abstimmung mit der BVG und dem Bezirksamt, um ein gemeinsames Abrisskonzept umzusetzen. Der Baubeginn wird aktuell für das kommende Jahr avisiert.

„Wir begrüßen die ambitionierten Vorhaben ausdrücklich und freuen uns, dass nun endlich im Sinne der Anwohnenden gehandelt wird“, ergänzt der SPD-Bürgerdeputierte im Stadtentwicklungsausschuss, Ole Kreins. „Gerade dort, wo städtebauliche Probleme über Jahre verschleppt wurden, zeigt sich, wie wichtig eine aktive und soziale Stadtentwicklungspolitik ist. Wir setzen uns weiterhin konsequent für ein lebenswertes Marzahn-Hellersdorf ein“, so Kreins abschließend.

2026-06-01T14:29:51+02:0020.05.2026|

Bund beschließt erste Tranche der „Sportmilliarde!“ Berlin profitiert! Marzahn Hellersdorf profitiert!

Im Hauptausschuss des Deutschen Bundestages wurde die erste Tranche der „Sportmilliarde“ des Bundes beschlossen. Damit stehen 16,2 Millionen Euro zusätzlich für Investitionen im Sportbereich für Berlin zur Verfügung.  Ein Drittel der Mittel wurden bereits mit 19 Projekten in allen zwölf Berliner Bezirken festgelegt.

Marzahn-Hellersdorf bekommt für die Sanierung des Kunstrasenplatzes der Sportanlage Geraer Ring Mittel in Höhe von 382.500,00 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt!

Der Bezirk muss 55 % gegenfinanzieren.

Iris Spranger MdA und Senatorin für Sport dazu: „Zusätzliche Investitionsmittel für die Erhaltung der Infrastruktur sind immer herzlich willkommen. Der Bund hat mit seiner Entscheidung eine „Sportmilliarde“ den Ländern zur Verfügung zu stellen eine gute Entscheidung getroffen. Berlin braucht dringend mehr Geld für die Sportinfrastruktur. Mit der Vergabe der Mittel der 1. Tranche kann unser Bezirk jetzt die Sanierung der Sportstätte am Geraer Ring weiter vorantreiben. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in den nächsten beiden Tranchen weitere Mittel für unseren Bezirk zur Verfügung gestellt bekommen.“

2026-04-27T13:05:03+02:0027.04.2026|
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