BVV-Fraktion

Busspuren verweigert – Bezirksamt blockiert Fortschritt beim klimafreundlichen Verkehr

„Der Bezirk bleibt hinter den verkehrspolitischen Möglichkeiten unserer Zeit zurück“, kritisiert Eike Arnold, Vorsitzender des Mobilitätsausschusses und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Marzahn‑Hellersdorf, die ablehnende Haltung des Bezirksamts zu neuen Bussonderfahrstreifen.

In der Antwort auf die Kleine Anfrage (KA‑428/IX) erklärt das Bezirksamt, es sehe trotz gelockerter gesetzlicher Kriterien keinerlei Bedarf für neue Busspuren. Aus Eike Arnolds Sicht ist das zu wenig: „Gerade jetzt, wo Bussonderstreifen ohne frühere Hürden eingerichtet werden können, ignoriert das Bezirksamt die Chance, die Attraktivität des Busverkehrs im Bezirk deutlich zu steigern. Wir können so die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhen und damit echte Fortschritte machen – aber das Bezirksamt mauert.“

Aktuelle Zahlen der BVG belegen den Handlungsbedarf: Die durchschnittliche berlinweite Betriebs‑Geschwindigkeit aller Omnibuslinien lag montags bis freitags bei lediglich 17,9 km/h. Obwohl 2024 eine Zuverlässigkeit von etwa 98,2 % erreicht wurde, bleibt die Durchschnittsgeschwindigkeit ein Schwachpunkt im System, gerade in den Hauptverkehrszeiten.

Besonders kritisch sieht Arnold den Verweis des Bezirksamts auf potenzielle Zielkonflikte zwischen Bus- und Radverkehr: „Wer den Umweltverbund ernst nimmt, darf die Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausspielen – schon gar nicht, um den Autoverkehr zu schonen. Es geht um ein faires Miteinander zugunsten klimafreundlicher Mobilität für Jung und Alt, Arm und Reich – Busse und Radwege müssen sich ergänzen, nicht blockieren. Nur durch eine aktive Verkehrspolitik können wir Mobilität sozial gerechter und ökologisch sinnvoll gestalten.“

„Der Busverkehr leidet heute unter zu niedriger Durchschnittsgeschwindigkeit und mangelnder Pünktlichkeit. Wenn das Bezirksamt behauptet, es gebe keine Engpässe – dann hat es offenbar den Berufsverkehr noch nie selbst erlebt“, so Arnold weiter. Dass die BVG keine Initiative ergreift, sieht er nicht als Ausrede:

„Politik muss gestalten – nicht abwarten, bis jemand klopft.“

2025-07-03T17:20:43+02:0003.07.2025|

Verkehrssicherheit in Marzahn-Hellersdorf: Bezirksamt lässt Schutzmaßnahmen für Kinder liegen

„Wer beim Thema Kindersicherheit auf das Prinzip Abwarten setzt, handelt fahrlässig“, so Eike Arnold, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf. Die schriftliche Antwort des Bezirksamts auf seine Anfrage zur gestoppten Finanzierung von Pollern durch den Berliner Senat wirft Fragen auf: Laut Bezirksamt hat der Finanzierungsstopp keine Auswirkungen, da entsprechende Sicherungsmaßnahmen bislang gar nicht vorgesehen waren.

„Anstatt Poller und andere bauliche Schutzmaßnahmen an gefährlichen Orten wie Schulen, Kitas oder Spielplätzen einzuplanen, lehnt das Bezirksamt Modalfilter aus Prinzip ab“, kritisiert Arnold. „Das vermittelt den Eindruck der Realitätsverweigerung zulasten der Schwächsten.“

Tatsächlich zeigen Mobilitätsdaten und Unfallstatistiken, dass an vielen Stellen im Bezirk dringender Handlungsbedarf besteht. Trotzdem will das Bezirksamt nur dort handeln, „wo es nicht anders geht“ – und selbst dann nur mit Mitteln der Straßenunterhaltung. Eine Priorisierung nach Gefährdungslage findet nicht statt.

„Das Bezirksamt duckt sich weg. Verkehrssicherheit wird nicht gesteuert, sondern allenfalls verwaltet“, so der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses Arnold weiter. „Wir fordern eine transparente Bestandsaufnahme und ein klares Maßnahmenpaket zum Schutz derjenigen, die unsere Straßen am dringendsten sicher brauchen – Kinder, Ältere und alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.“

2025-06-30T16:58:44+02:0030.06.2025|

SPD-Initiative endlich Realität: Digitales Schulweg-Tool für Marzahn-Hellersdorf für alle online verfügbar

Vor kurzem startete in Marzahn-Hellersdorf ein Tool zur Schulweganalyse. Das neue Online-Tool geht zurück auf eine Initiative der SPD-Fraktion, die bereits 2022 im Rahmen der Haushaltsberatungen Mittel für eine datenbasierte Analyse von Schulwegen beantragt hatte. Diese Grundlage war entscheidend für die Entwicklung des Projekts. Eike Arnold, Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft: „Das Tool bietet echten Mehrwert – es verbindet moderne Routenplanung mit konkreten Informationen über Gefahrenstellen. Es ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Digitalisierung ganz konkret dem Alltag von Familien nützt.“

Günther Krug, Fraktionsvorsitzender der SPD Marzahn-Hellersdorf: „Marzahn-Hellersdorf bekommt ein digitales Schulweg-Tool: Seit kurzem ist es für alle öffentlich zugänglich und soll dabei helfen, Schulwege sicherer zu machen. Nutzerinnen und Nutzer können dort Routen planen, Unfallschwerpunkte erkennen und Hinweise für die sichere Wegführung erhalten. Ein starkes Signal für mehr Sicherheit im Alltag unserer Kinder. Wir freuen uns, dass diese wichtige Initiative jetzt für alle nutzbar wird.“

Die digitale Karte basiert auf einer Geodatenanalyse, die Schulwegehäufigkeiten erfasst, Routen nach Wohnstandorten ableitet und gefährliche Kreuzungen markiert. Schulmobilitätsausschüsse haben außerdem die Möglichkeit, eigene Erkenntnisse und Erfahrungen einzubringen. Eike Arnold, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Dieses Netz ist nicht nur real, es ist dynamisch – und offen für die Mitarbeit der Schulgemeinschaft. Schulen können hier aktiv mitgestalten und die Sicherheit in ihrer Umgebung verbessern. Damit das Potenzial des Tools ausgeschöpft wird, muss das Bezirksamt die sichtbar gewordenen Gefahrenstellen jetzt ernst nehmen. Die fünf auffälligsten Unfallschwerpunkte müssen ganz oben auf die Prioritätenliste. Das ist ein Werkzeug, das nicht in der Schublade landen darf – sondern konkrete Maßnahmen zur Folge haben muss. Wir fordern, dass die Top-Fünf-Gefahrenstellen schnellstmöglich angegangen werden. Wir brauchen keine neuen Studien – wir haben jetzt die Daten. Jetzt müssen wir handeln und die Schulwegsicherheit Schritt für Schritt verbessern.“

Zur Gegenfinanzierung hatte die SPD seinerzeit vorgeschlagen, auf den Kauf eines Multicars zu verzichten und stattdessen ein Leasingmodell zu wählen. Die so frei gewordenen Mittel wurden für die Schulwegsicherheit eingesetzt – ein Beispiel für sinnvolle Prioritätensetzung im Haushalt. Die SPD-Fraktion sieht in dem Tool ein gelungenes Beispiel für digitale Unterstützung im Alltag und ruft alle Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung auf.

2025-05-23T12:22:14+02:0023.05.2025|

Elsterwerdaer Platz muss endlich grüner und lebenswerter werden

In der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf hat Eike Arnold, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, das Bezirksamt mit einer mündlichen Anfrage zur langfristigen Planung für den Elsterwerdaer Platz konfrontiert.

Zur schriftlichen Beantwortung erklärt Eike Arnold, Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft: „Seit 2006 existiert ein Bebauungsplan, der den Elsterwerdaer Platz als Fußgängerbereich festlegt – doch seither ist kaum etwas geschehen. Dass vom Bezirksamt keinerlei eigene Initiative ausgeht, ist enttäuschend. Der Platz ist grau, versiegelt und lädt nicht zum Verweilen ein. Dabei liegen mit der studentischen Konzeptstudie bereits kreative Ansätze auf dem Tisch. Es fehlt nicht an Ideen – sondern an politischem Willen zur Umsetzung.“

 

Auch Liane Ollech, Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, kritisiert die Passivität des Bezirksamts: „Der Elsterwerdaer Platz bietet großes Potenzial: Er könnte ein grüner, lebendiger Treffpunkt für Biesdorf werden – mit Schatten, Sitzgelegenheiten, Regenwassernutzung und Aufenthaltsqualität. Dass bislang der einzige Impuls von einem privaten Eigentümer ausging, während das Bezirksamt lediglich zusah, ist sinnbildlich für eine Verwaltung, die Stadtgestaltung nur verwaltet, aber nicht gestaltet.“

Arnold und Ollech fordern das Bezirksamt auf, die vorhandenen Vorentwürfe ernsthaft aufzugreifen, einen transparenten Beteiligungsprozess unter Einbeziehung der Anwohnerschaft und der lokalen Wirtschaft einzuleiten und gemeinsam mit der Bezirksverordnetenversammlung konkrete Maßnahmen für einen sozialen, nachhaltigen Stadtplatz zu entwickeln.

2025-05-12T13:38:54+02:0012.05.2025|

Hals- und Beinbruch – Wegesicherheit für unsere Kinder, auch im Winter

Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf hat angesichts der diesjährigen Wintereinbrüche und der damit verbundenen Gefährdung der Schülerinnen und Schüler eine Große Anfrage an das Bezirksamt gestellt. Die Antworten offenbaren ernste Probleme auf den Schulwegen der Kinder, insbesondere bei winterlichen Bedingungen.

Besorgniserregend ist, dass trotz Winterdienstvereinbarungen zahlreiche Beschwerden von Schulen eingegangen sind, dass die Straßen und Gehwege rund um Schulen nicht ausreichend geräumt wurden. Allein am 14. Februar wurden 32 Beschwerden gemeldet.

Zudem teilte das Bezirksamt auf Anfrage der SPD-Fraktion mit, dass Schulen bei einem Wintereinbruch priorisiert werden und bis 6 Uhr geräumt sein sollten. Diese Vorgabe scheint in der Praxis jedoch nicht konsequent umgesetzt zu werden. Die Zuständigkeiten bei der Schneeräumung gestalten sich dabei ebenfalls problematisch: Während der vom Bezirk beauftragte Winterdienst eigenständig für die Räumung der Schulwege und Zugänge verantwortlich ist, sollen auf dem Schulgelände die Hausmeister tätig werden – obwohl diese grundsätzlich nicht für den regulären Winterdienst vorgesehen sind.

Auch die Sanktionen bei Nichterfüllung der Räumungsverpflichtungen der Winterdienste, die in einer Herabsetzung des Entgelts, der Verhängung von Vertragsstrafen und im Wiederholungsfall der Möglichkeit einer Vertragskündigung bestehen, erweisen sich als unzureichend, um den langjährig konstant hohen Beschwerdepegel zu senken.

Stephanie Jehne, familien- und haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, sagt: „Wir können es uns nicht leisten, die Sicherheit unserer Kinder weiterhin aufs Spiel zu setzen. Die seit Jahren wiederkehrend hohe Zahl an Unfällen und teilweise auch ernsthaften Verletzungen der Kinder, die einfach nur zur Schule gehen wollen, zeigt deutlich, dass die aktuellen Maßnahmen und Sanktionen nicht greifen. Es bedarf strafferer Regelungen und einer konsequenten Umsetzung der Räumungsvorgaben – unsere Kinder haben ein Anrecht auf einen sicheren Schulweg, auch bei winterlichen Verhältnissen.“

2025-03-10T18:31:58+01:0010.03.2025|
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