Marzahn-Hellersdorf stärkt Kultur: BVV beschließt wegweisenden Kulturentwicklungsplan

Dem Beschluss folgend soll das Bezirksamt einen Kulturentwicklungsplan entwickeln, der konkrete strategische Leitlinien, Ziele, Schwerpunkte und Umsetzungspläne für die kulturelle Arbeit im Bezirk formuliert. Insbesondere strukturschwächere Quartiere sollen hierbei in den Fokus genommen werden.
„Ich freue mich außerordentlich über diesen Erfolg für den Kulturstandort Marzahn-Hellersdorf“, erklärt Christian Linke, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Der Antrag zur Erstellung eines Kulturentwicklungsplans war eine zentrale Forderung in unserem Wahlprogramm. Dass dieses wichtige Vorhaben nun auf solch breite Zustimmung stößt, ist ein starkes Signal für die kulturelle Zukunft unseres Bezirks. Besonders wichtig ist uns dabei der Fokus auf niedrigschwellige Angebote für Jugendliche, Senior*innen und Menschen mit geringem Einkommen. Denn die kulturelle Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger ist für uns ein wichtiger Pfeiler einer offenen, vielseitigen Gesellschaft.“
Der Antrag klingt zwar sehr bürokratisch, legt aber den Grundstein für etwas sehr Konkretes: die langfristige Planung zielgerichteter Investitionen in Kulturorte und -projekte.
Gerade in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen bietet ein Entwicklungsplan die Chance, Leitlinien und Schwerpunkte der Kulturarbeit im Bezirk neu zu definieren und gezielt zu planen. Wohin soll sich der Kulturstandort Marzahn-Hellersdorf entwickeln? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen? Wie können wir Maßnahmen so umsetzen, dass sie die kulturelle Vielfalt und Teilhabe nachhaltig stärken? Diese und weitere Fragen wird der Kulturentwicklungsplan beantworten.
Christian Linke weiter dazu: „Marzahn-Hellersdorf hat bereits eine reiche und vielfältige Kulturlandschaft: zahlreiche engagierte Akteurinnen und Akteure, kulturelle Einrichtungen und kreative Initiativen prägen den Bezirk. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt und weiterwächst, braucht es eine strategische und zukunftsorientierte Planung durch unsere engagierte Kulturverwaltung.“
Darüber hinaus trägt ein Kulturentwicklungsplan nicht nur zur kulturellen Belebung und sozialen Integration bei, sondern eröffnet auch Chancen für wirtschaftliche Impulse – etwa durch den Ausbau des Kulturtourismus und die Unterstützung kreativer Branchen.
Mit dem Beschluss des Antrags hat die BVV Marzahn-Hellersdorf ein deutliches Zeichen gesetzt: Kultur ist kein Luxus, sondern eine Bereicherung für das Zusammenleben, die Lebensqualität und die Zukunft unseres Bezirks.
Stephanie Inka Jehne, familien- und haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, sagt: „Die Klimakrise ist längst im Alltag der Menschen angekommen: insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen mit wenig Grün. Wenn wir unsere Stadt und ihre Plätze fit für die Hitze machen wollen, müssen wir innovative Wege gehen. Der Alice-Salomon-Platz eignet sich hervorragend als Standort für ein solches Pilotprojekt. Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen und gesundheitlich vorbelastete Personen profitieren besonders von einem kühleren Stadtklima. Die Kombination aus baulichen Maßnahmen und Bildungsangeboten macht das Vorhaben zu einem echten Zukunftsprojekt für den Bezirk.“
Marion Hoffmann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sagt:
In konstruktiven Gesprächen ist es so gelungen, für drei Schulen das Pilotprojet sichere Schulwegzonen zu realisieren: die Mahlsdorfer Grundschule, die Franz-Carl-Achard-Grundschule und die Marcana-Gemeinschaftsschule. Dabei ist das Projekt der Mahlsdorfer Grundschule durch die Zusammenarbeit mit der Berliner Hochschule für Technik bereits in der Realisierungsphase. Marion Hoffmann, auch schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Aus Sicht der SPD-Fraktion kann das jedoch nur ein Anfang sein, an fast jeder Schule und jedem Schulweg sehen wir eklatante Mängel, das spiegeln uns die Eltern- und Schülervertretungen.“
Schulen zu reduzieren – zum Schutz der Kinder. „Die Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto bis vors Schultor. Das ist menschlich verständlich – aber es führt morgens zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen“, erklärt Eike Arnold, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, werden im Straßenverkehr oft übersehen. Wir brauchen sichere Räume für unsere Jüngsten, und zwar dort, wo sie täglich unterwegs sind: vor ihrer Schule.“
Günther Krug, Vorsitzender der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, erklärt dazu: