BVV-Fraktion

SPD und CDU setzen sich für den Erhalt der Bowlingbahn am Feldberger Ring ein

In der beliebten Bowlingbahn am Feldberger Ring sollen nach über 30 Jahren Betrieb zum Jahresende die letzten Kugeln rollen. Ein privater Investor plant auf dem Gelände eine Neubebauung – sehr zum Bedauern der Anwohnerinnen und Anwohner. Denn die Bowlingbahn blickt auf eine lange Tradition in Hellersdorf zurück. Sie ist eine feste Anlaufstelle für Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen im Stadtteil und damit eine wichtige Grundlage für einen lebendigen und abwechslungsreichen Kiez.

Mit einem gemeinsamen Antrag haben sich die Fraktionen von SPD und CDU in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf nun für den Erhalt des Bowlingsports in Hellersdorf ausgesprochen. „Die Bowlingbahn wird bereits seit Jahrzehnten betrieben und ist ein fester Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens im Bezirk. Sie bietet nicht nur ein attraktives Freizeitangebot für Menschen aller Altersgruppen, sondern ist auch ein wichtiger Treffpunkt für Familien, Jugendliche und Sportvereine. Darüber hinaus sind Arbeitsplätze und wirtschaftliche Strukturen mit dem Standort verbunden, die durch eine ersatzlose Schließung verloren gingen“, erläutert die stadtentwicklungs- und wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Liane Ollech.

Ziel des gemeinsamen Antrags ist es, eine Lösung für den Erhalt des Bowlingsports zu finden. Das Bezirksamt wird aufgefordert sich mit dem Vorhabenträger in Verbindung zu setzen, damit dieser nochmals prüft, ob eine Integration in einen Neubau am aktuellen Standort möglich ist oder ob in der näheren Umgebung ein neues, vergleichbares Angebot geschaffen werden kann. Die CDU-Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Heike Wessoly, versicherte, man werde weiterhin den Dialog mit dem Eigentümer aber auch anderen Eigentümern suchen mit dem Bestreben entsprechende Freizeitangebote in Hellersdorf zu integrieren.

Die BVV-Sitzung vom 20.11.2025 befasste sich umfassend mit dem Thema. Es lagen insgesamt zwei Anwohneranfragen sowie der gemeinsame Antrag von SPD und CDU vor. „Das Thema bewegt viele im Bezirk. Es geht nicht nur um eine Immobilie, sondern um ein Angebot, das seit Jahren geschätzt wird. Unser gemeinsames Ziel, zusammen mit vielen Nachbarn und Bowlingfans, ist klar, dass Bowling und Lasertag in Hellersdorf eine echte Perspektive haben“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Maximilian Schröder.

 Mit großer Mehrheit wurde der gemeinsame Antrag in der BVV beschlossen. „Es freut uns sehr, dass wir für unser Anliegen eine überwiegende Zustimmung über Parteigrenzen hinweg gefunden haben. Sowohl im Stadtentwicklungsausschuss als auch im Rahmen von Bürgerdialogen verfolgen wir das Thema weiter, damit die Kugeln weiterhin rollen können und der Kiez belebt bleibt“, so Ollech abschließend.

2025-12-10T09:37:11+01:0010.12.2025|

Stillstand am ehemaligen Hotel „Haus am Niederfeld“

Das seit längerem leerstehende Hotel „Haus am Niederfeld“ soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Ob es künftig erneut als Hotel betrieben oder als Unterkunft für Geflüchtete genutzt werden soll, ist jedoch weiterhin unklar. Eine Entscheidung lässt auf sich warten – und die Anwohnerinnen und Anwohner bleiben über die Zukunft des Gebäudes im Ungewissen.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Marzahn-Hellersdorf hat die SPD-Fraktion daher in einem Antrag eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger gefordert. „Bei Baumaßnahmen oder geplanten Nutzungsänderungen müssen die Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig informiert und in den Planungsprozess einbezogen werden. Bislang wurden vom Bezirksamt noch keine konkreten Informationen zu den geplanten Maßnahmen veröffentlicht“, erklärte Liane Ollech, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV.

Nach neuesten Informationen des Bezirksamts wurde dem Gebäude bislang keine Nutzungsgenehmigung erteilt. Zudem seien noch nicht alle Voraussetzungen für eine Baugenehmigung erfüllt. „Es gibt unter anderem brandschutzrechtliche Probleme. Nun muss zunächst ein neuer Bauantrag eingereicht werden, der vom Bezirksamt umfassend geprüft werden muss“, so Ollech weiter.

Eike Arnold, Vorsitzender des BVV-Wirtschaftsausschusses: „Wir fordern daher vom Bezirksamt mehr Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sowie der BVV und verweisen unseren eingebrachten Antrag. Dieser Stillstand und die anhaltende Unsicherheit nützen niemandem. Wir als politische Entscheidungsträger benötigen Planungssicherheit – und die Menschen vor Ort klare Perspektiven für ihre Nachbarschaft“, so Arnold abschließend.

2025-12-10T09:32:31+01:0008.12.2025|

Gute Kitaplätze dürfen kein Luxus sein – SPD zieht Bilanz zum Kindertagesstättenentwicklungsplan

In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf hat die SPD-Fraktion den neuen Kindertagesstätten­entwicklungsplan des Bezirks zu einem zentralen Thema gemacht. Mit einer Großen Anfrage wandte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Günther Krug an das Bezirksamt. Besonders die Prognosen zur Auslastung bestehender Kitas sowie geplante Neubauvorhaben standen dabei im Mittelpunkt.

Die SPD-Fraktion zog eine positive Bilanz und zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen „Gute Kita-Plätze dürfen kein Luxus sein – das ist ein Kernanliegen der SPD“, betonte Krug. „Gerade in stark wachsenden Stadtteilen wie Marzahn-Hellersdorf müssen Entwicklungen frühzeitig berücksichtigt werden, um Versorgungslücken zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Während laut Plan für Mahlsdorf und Kaulsdorf eine positive Entwicklung erwartet wird, könnten in Marzahn-Nord und Hellersdorf Engpässe entstehen. Hier gilt es auszugleichen, um allen Kindern im Bezirk eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Ein bedarfsorientierter Ausbau der Kita-Plätze ist daher entscheidend.“

Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, Gordon Lemm, erläuterte im Lauf der BVV-Sitzung die Daten aus dem Kita-Entwicklungsplan. „Die Planungen basieren auf der 2022 vorgelegten Bevölkerungsprognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.  Angesichts laufender und geplanter Bauvorhaben sowie eines zunehmenden Zuzugs von Familien ist in den betreffenden Quartieren von einer stabilen bis leicht steigenden Entwicklung auszugehen. Bis 2027 ist im Bezirk ein geringer Platzüberschuss zu erwarten. Zusätzliche Kapazitäten entstehen beispielsweise im neuen Wohngebiet am Standort Knorr-Bremse und in Hellersdorf in der Teuplitzer Straße.“ Der neue Standort in der Teuplitzer Straße wird ab 2027 die Versorgungslücke in Hellersdorf-Nord schließen.

In unterversorgten Kiezen setzt das Bezirksamt auf die gezielte Entwicklung neuer Standorte, sofern eine gesicherte Finanzierung vorliegt. Das Jugendamt führt weiterhin Träger- und Gründungsberatungen durch, um das Angebot bedarfsgerecht auszubauen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Ausschöpfung der betriebserlaubten Plätze, der möglichen Erweiterung bestehender Kapazitäten sowie der Berücksichtigung erhöhter Förderbedarfe.

„Das Bezirksamt verfolgt einen bedarfsorientierten Ausbau der Kita-Plätze in sozial benachteiligten Stadtteilen. Die Umsetzung weiterer Maßnahmen hängt jedoch maßgeblich von der Verfügbarkeit zusätzlicher Fördermittel ab“, führte Lemm weiter aus.

Die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marion Hoffmann zeigte sich erfreut über die gute Kitaplatzplanung in unserem Bezirk. „Die Planung orientiert sich an den Ergebnissen der Einschulungsuntersuchungen, die erhöhte Förderbedarfe transparent aufzeigen und als Grundlage für weitere Schritte dienen. Ein verstärkter Fokus liegt zudem auf der Schaffung inklusiver Angebote, die besonderen Anforderungen gerecht werden. Für unseren Bezirk ist es zentral, in präventive Maßnahmen zu investieren, um Chancengleichheit zu fördern und die langfristige Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Dazu gehört auch die Verbesserung des Betreuungsschlüssels ab 1. 1. 2026. Eine wohnortnahe Versorgung mit qualitativ hochwertigen Kitaplätzen wie auch ausreichend qualifizierte Fachkräfte müssen für uns oberste Ziele sein“, so Hoffmann.

Abschließend erklärte Krug: „Es ist erfreulich, dass die ‚Kita-Krise‘ in unserem Bezirk überwunden werden konnte. Der vorliegende Kindertagesstätten-entwicklungsplan ist Ausdruck erfolgreicher sozialdemokratischer Politik – sowohl vor Ort als auch im Land Berlin.“

2025-12-10T09:44:33+01:0025.11.2025|

Marzahn-Hellersdorf stärkt Kultur: BVV beschließt wegweisenden Kulturentwicklungsplan

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat in ihrer vergangenen Sitzung einen wichtigen Meilenstein zur Stärkung des Kulturstandortes Marzahn-Hellersdorf beschlossen. Der von der SPD-Fraktion, gemeinsam mit den Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/ Die Grünen, eingebrachte Antrag erfuhr eine große Mehrheit.

Dem Beschluss folgend soll das Bezirksamt einen Kulturentwicklungsplan entwickeln, der konkrete strategische Leitlinien, Ziele, Schwerpunkte und Umsetzungspläne für die kulturelle Arbeit im Bezirk formuliert. Insbesondere strukturschwächere Quartiere sollen hierbei in den Fokus genommen werden.

„Ich freue mich außerordentlich über diesen Erfolg für den Kulturstandort Marzahn-Hellersdorf“, erklärt Christian Linke, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Der Antrag zur Erstellung eines Kulturentwicklungsplans war eine zentrale Forderung in unserem Wahlprogramm. Dass dieses wichtige Vorhaben nun auf solch breite Zustimmung stößt, ist ein starkes Signal für die kulturelle Zukunft unseres Bezirks. Besonders wichtig ist uns dabei der Fokus auf niedrigschwellige Angebote für Jugendliche, Senior*innen und Menschen mit geringem Einkommen. Denn die kulturelle Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger ist für uns ein wichtiger Pfeiler einer offenen, vielseitigen Gesellschaft.“

Der Antrag klingt zwar sehr bürokratisch, legt aber den Grundstein für etwas sehr Konkretes: die langfristige Planung zielgerichteter Investitionen in Kulturorte und -projekte.

Gerade in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen bietet ein Entwicklungsplan die Chance, Leitlinien und Schwerpunkte der Kulturarbeit im Bezirk neu zu definieren und gezielt zu planen. Wohin soll sich der Kulturstandort Marzahn-Hellersdorf entwickeln? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen? Wie können wir Maßnahmen so umsetzen, dass sie die kulturelle Vielfalt und Teilhabe nachhaltig stärken? Diese und weitere Fragen wird der Kulturentwicklungsplan beantworten.

Christian Linke weiter dazu: „Marzahn-Hellersdorf hat bereits eine reiche und vielfältige Kulturlandschaft: zahlreiche engagierte Akteurinnen und Akteure, kulturelle Einrichtungen und kreative Initiativen prägen den Bezirk. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt und weiterwächst, braucht es eine strategische und zukunftsorientierte Planung durch unsere engagierte Kulturverwaltung.“

Darüber hinaus trägt ein Kulturentwicklungsplan nicht nur zur kulturellen Belebung und sozialen Integration bei, sondern eröffnet auch Chancen für wirtschaftliche Impulse – etwa durch den Ausbau des Kulturtourismus und die Unterstützung kreativer Branchen.

Mit dem Beschluss des Antrags hat die BVV Marzahn-Hellersdorf ein deutliches Zeichen gesetzt: Kultur ist kein Luxus, sondern eine Bereicherung für das Zusammenleben, die Lebensqualität und die Zukunft unseres Bezirks.

2025-10-13T12:17:06+02:0006.10.2025|

Die Helle Mitte soll bunt und „cool“ werden – ein Hitzeschutzprojekt nach Wiener Vorbild

Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf setzt sich für eine innovative Maßnahme zum Hitzeschutz im Bezirk ein. Mit einem aktuellen Antrag ersuchen wir das Bezirksamt, dass der Alice-Salomon-Platz, in Anlehnung an ein erfolgreiches Wiener Modell, mit einer UV-reflektierenden Spezialfarbe behandelt wird. Die Farbe reduziert nachweislich die Oberflächentemperatur um mehrere Grad und trägt spürbar zur Abkühlung des Mikroklimas bei.

Der stark versiegelte Alice-Salomon-Platz gehört zu den urbanen Hitzeinseln im Bezirk, die sich an heißen Sommertagen besonders stark aufheizen. Durch den Einsatz von „Cool-Pavement“-Technologie könnte die Helle Mitte nicht nur klimatisch aufgewertet, sondern auch zu einem Vorbild für hitzeresiliente Stadtgestaltung werden.

Stephanie Inka Jehne, familien- und haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, sagt: „Die Klimakrise ist längst im Alltag der Menschen angekommen: insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen mit wenig Grün. Wenn wir unsere Stadt und ihre Plätze fit für die Hitze machen wollen, müssen wir innovative Wege gehen. Der Alice-Salomon-Platz eignet sich hervorragend als Standort für ein solches Pilotprojekt. Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen und gesundheitlich vorbelastete Personen profitieren besonders von einem kühleren Stadtklima. Die Kombination aus baulichen Maßnahmen und Bildungsangeboten macht das Vorhaben zu einem echten Zukunftsprojekt für den Bezirk.“

Neben der technischen Umsetzung regt die SPD-Fraktion auch eine wissenschaftliche Begleitung, etwa durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft, sowie eine breite Einbindung von Bildungs- und Informationsangeboten zum Thema Klimaanpassung an. Zur Finanzierung sollen gezielt Fördermittel von Land, Bund oder EU erschlossen werden.

2025-08-25T14:15:33+02:0018.08.2025|
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