BVV-Fraktion

Fast jede zweite Brücke im Bezirk sanierungsbedürftig – SPD mahnt vorausschauendes Handeln und enge Abstimmung mit dem Senat an

Die SPD‑Fraktion Marzahn‑Hellersdorf zeigt sich besorgt über den baulichen Zustand zahlreicher Brücken im Bezirk. Nach aktuellen Angaben sind 49 von insgesamt 97 Brücken sanierungsbedürftig – also nahezu jede zweite. In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung verwies das Bezirksamt auf Nachfrage von Eike Arnold (SPD), Vorsitzender des Mobilitätsausschusses der BVV, darauf, dass die Verantwortung dafür bei der Senatsverwaltung liege, und sah keinen besonderen Handlungsbedarf auf bezirklicher Ebene.

Aus Sicht der SPD ist diese Einordnung nicht ausreichend. „Wenn nahezu die Hälfte aller Brücken in einem Bezirk saniert werden muss, handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem, das besondere Aufmerksamkeit und Koordination erfordert“, erklärt Eike Arnold (SPD), verkehrspolitischer Sprecher der SPD‑Fraktion.

Arnold betont, dass es bei einem solch weitreichenden Sanierungsbedarf dringend zusätzlicher Maßnahmen und Abstimmungen auf Bezirksebene bedarf: „Die Situation verlangt eine vorausschauende Planung, eine klare Prioritätensetzung und abgestimmte Maßnahmen mit Blick auf den Verkehr im Bezirk. Hier vermissen wir bisher ein aktives Engagement des Bezirksamts.“

Auch die Informationslage der vergangenen Monate wirft aus Sicht der SPD Fragen auf. Noch im vergangenen Jahr hatte die Bezirksbürgermeisterin öffentlich erklärt, die Brücken im Bezirk seien intakt. Die nun vorliegenden Zahlen deuten auf eine deutlich kritischere Lage hin. „Wenn heute 49 Brücken als sanierungsbedürftig gelten, stellt sich die Frage, ob die bisherigen Einschätzungen tragfähig waren. Für einen Bezirk mit hohem Verkehrsaufkommen und starkem Pendleranteil ist das eine ernstzunehmende Entwicklung“, so Arnold weiter.

Zwar liegt die bauliche Verantwortung formal bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die derzeit von der CDU geführt wird. Doch auch das Bezirksamt sei gefordert, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aktiv zu vertreten: „Die Verantwortung endet nicht an der Verwaltungsgrenze. Das Bezirksamt sollte im engen Austausch mit dem Senat darauf hinwirken, dass die Brückensanierungen gut geplant, abgestimmt und mit Rücksicht auf die Verkehrslage im Bezirk umgesetzt werden.“

Die SPD‑Fraktion fordert:

  • eine regelmäßige, koordinierte Abstimmung zwischen Bezirk und Senatsverwaltung,
  • eine transparente Planung der Sanierungsvorhaben inklusive Zeit- und Umsetzungshorizonten,
  • ein begleitendes Verkehrskonzept für Umleitungen und Ausweichrouten, das alle Verkehrsteilnehmer mitdenkt,
  • sowie eine frühzeitige und kontinuierliche Information der Öffentlichkeit.

„Brückensanierungen dürfen nicht zur Belastungsprobe für den ganzen Bezirk werden“, mahnt Arnold. „Wer 49 Brücken instand setzt, muss auch dafür sorgen, dass Marzahn‑Hellersdorf mobil bleibt – für Beschäftigte, Familien, Wirtschaft und Nahverkehr.“

Die SPD‑Fraktion wird das Thema weiter eng begleiten und setzt sich für mehr Transparenz, bessere Koordination und ein aktiveres Handeln des Bezirksamts ein – im Interesse aller Menschen in Marzahn‑Hellersdorf.

2026-01-30T15:23:04+01:0030.01.2026|

Ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit im Alltag: Schließfächer für obdachlose Menschen kommen

Die im November 2024 von der SPD eingebrachte und im Februar 2025 von der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf mehrheitlich beschlossene Initiative zur Bereitstellung kostenloser Schließfächer für obdachlose Menschen ist nun finanziell abgesichert und befindet sich in der Umsetzung. Die Ausschreibung ist erfolgt – die Schließfächer werden aufgestellt.

Voraussichtlicher Standort der neuen Schließfächer ist der Helene-Weigel-Platz – ein zentraler, gut zu erreichender Platz. Die Vergabe der Zugangscodes erfolgt über das Sozialamt, sodass die Schließfächer gezielt und unbürokratisch den obdachlosen Menschen zur Verfügung gestellt werden können.

Christian Linke, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Soziales & Teilhabe sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, erklärt dazu:

„Ich freue mich außerordentlich, dass wir dieses wichtige Vorhaben nun endlich umsetzen können. Schließfächer für obdachlose Menschen sind eine Frage von Würde und Sicherheit. Wer keine Möglichkeit hat, Dokumente, Medikamente oder persönliche Dinge sicher aufzubewahren, steht im Alltag vor enormen Hürden. Dass der Bezirk hier nun konkret helfen kann, wird das Leben derjenigen, die es in unserer Gesellschaft am schwersten haben, ein Stück sicherer machen.“

Einen besonderen Dank möchten wir der Sozialstadträtin Frau Witt sowie dem Amtsleiter Herrn Filips, die sich mit großem Engagement und Beharrlichkeit für die finanzielle Untersetzung dieses Projekts eingesetzt haben.

Hintergrund des Antrags war, dass obdachlose Menschen leider häufig von Diebstahl betroffen sind – sowohl auf der Straße als auch teilweise in Notunterkünften. Der Verlust des eigenen Ausweises, Medikamenten oder anderen wichtigen Dokumenten kann gravierende Folgen haben und hält manche Betroffene sogar davon ab, die dringend benötigten Hilfsangebote wahrzunehmen. Schließfächer sind daher eine einfache, aber äußerst wirksame Maßnahme, um Sicherheit im Alltag zu stärken.

Die SPD-Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf wird sich auch weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

2026-01-26T17:08:32+01:0026.01.2026|

SPD und CDU setzen sich für den Erhalt der Bowlingbahn am Feldberger Ring ein

In der beliebten Bowlingbahn am Feldberger Ring sollen nach über 30 Jahren Betrieb zum Jahresende die letzten Kugeln rollen. Ein privater Investor plant auf dem Gelände eine Neubebauung – sehr zum Bedauern der Anwohnerinnen und Anwohner. Denn die Bowlingbahn blickt auf eine lange Tradition in Hellersdorf zurück. Sie ist eine feste Anlaufstelle für Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen im Stadtteil und damit eine wichtige Grundlage für einen lebendigen und abwechslungsreichen Kiez.

Mit einem gemeinsamen Antrag haben sich die Fraktionen von SPD und CDU in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf nun für den Erhalt des Bowlingsports in Hellersdorf ausgesprochen. „Die Bowlingbahn wird bereits seit Jahrzehnten betrieben und ist ein fester Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens im Bezirk. Sie bietet nicht nur ein attraktives Freizeitangebot für Menschen aller Altersgruppen, sondern ist auch ein wichtiger Treffpunkt für Familien, Jugendliche und Sportvereine. Darüber hinaus sind Arbeitsplätze und wirtschaftliche Strukturen mit dem Standort verbunden, die durch eine ersatzlose Schließung verloren gingen“, erläutert die stadtentwicklungs- und wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Liane Ollech.

Ziel des gemeinsamen Antrags ist es, eine Lösung für den Erhalt des Bowlingsports zu finden. Das Bezirksamt wird aufgefordert sich mit dem Vorhabenträger in Verbindung zu setzen, damit dieser nochmals prüft, ob eine Integration in einen Neubau am aktuellen Standort möglich ist oder ob in der näheren Umgebung ein neues, vergleichbares Angebot geschaffen werden kann. Die CDU-Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Heike Wessoly, versicherte, man werde weiterhin den Dialog mit dem Eigentümer aber auch anderen Eigentümern suchen mit dem Bestreben entsprechende Freizeitangebote in Hellersdorf zu integrieren.

Die BVV-Sitzung vom 20.11.2025 befasste sich umfassend mit dem Thema. Es lagen insgesamt zwei Anwohneranfragen sowie der gemeinsame Antrag von SPD und CDU vor. „Das Thema bewegt viele im Bezirk. Es geht nicht nur um eine Immobilie, sondern um ein Angebot, das seit Jahren geschätzt wird. Unser gemeinsames Ziel, zusammen mit vielen Nachbarn und Bowlingfans, ist klar, dass Bowling und Lasertag in Hellersdorf eine echte Perspektive haben“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Maximilian Schröder.

 Mit großer Mehrheit wurde der gemeinsame Antrag in der BVV beschlossen. „Es freut uns sehr, dass wir für unser Anliegen eine überwiegende Zustimmung über Parteigrenzen hinweg gefunden haben. Sowohl im Stadtentwicklungsausschuss als auch im Rahmen von Bürgerdialogen verfolgen wir das Thema weiter, damit die Kugeln weiterhin rollen können und der Kiez belebt bleibt“, so Ollech abschließend.

2025-12-10T09:37:11+01:0010.12.2025|

Stillstand am ehemaligen Hotel „Haus am Niederfeld“

Das seit längerem leerstehende Hotel „Haus am Niederfeld“ soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Ob es künftig erneut als Hotel betrieben oder als Unterkunft für Geflüchtete genutzt werden soll, ist jedoch weiterhin unklar. Eine Entscheidung lässt auf sich warten – und die Anwohnerinnen und Anwohner bleiben über die Zukunft des Gebäudes im Ungewissen.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Marzahn-Hellersdorf hat die SPD-Fraktion daher in einem Antrag eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger gefordert. „Bei Baumaßnahmen oder geplanten Nutzungsänderungen müssen die Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig informiert und in den Planungsprozess einbezogen werden. Bislang wurden vom Bezirksamt noch keine konkreten Informationen zu den geplanten Maßnahmen veröffentlicht“, erklärte Liane Ollech, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV.

Nach neuesten Informationen des Bezirksamts wurde dem Gebäude bislang keine Nutzungsgenehmigung erteilt. Zudem seien noch nicht alle Voraussetzungen für eine Baugenehmigung erfüllt. „Es gibt unter anderem brandschutzrechtliche Probleme. Nun muss zunächst ein neuer Bauantrag eingereicht werden, der vom Bezirksamt umfassend geprüft werden muss“, so Ollech weiter.

Eike Arnold, Vorsitzender des BVV-Wirtschaftsausschusses: „Wir fordern daher vom Bezirksamt mehr Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sowie der BVV und verweisen unseren eingebrachten Antrag. Dieser Stillstand und die anhaltende Unsicherheit nützen niemandem. Wir als politische Entscheidungsträger benötigen Planungssicherheit – und die Menschen vor Ort klare Perspektiven für ihre Nachbarschaft“, so Arnold abschließend.

2025-12-10T09:32:31+01:0008.12.2025|

Gute Kitaplätze dürfen kein Luxus sein – SPD zieht Bilanz zum Kindertagesstättenentwicklungsplan

In der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf hat die SPD-Fraktion den neuen Kindertagesstätten­entwicklungsplan des Bezirks zu einem zentralen Thema gemacht. Mit einer Großen Anfrage wandte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Günther Krug an das Bezirksamt. Besonders die Prognosen zur Auslastung bestehender Kitas sowie geplante Neubauvorhaben standen dabei im Mittelpunkt.

Die SPD-Fraktion zog eine positive Bilanz und zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen „Gute Kita-Plätze dürfen kein Luxus sein – das ist ein Kernanliegen der SPD“, betonte Krug. „Gerade in stark wachsenden Stadtteilen wie Marzahn-Hellersdorf müssen Entwicklungen frühzeitig berücksichtigt werden, um Versorgungslücken zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Während laut Plan für Mahlsdorf und Kaulsdorf eine positive Entwicklung erwartet wird, könnten in Marzahn-Nord und Hellersdorf Engpässe entstehen. Hier gilt es auszugleichen, um allen Kindern im Bezirk eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Ein bedarfsorientierter Ausbau der Kita-Plätze ist daher entscheidend.“

Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, Gordon Lemm, erläuterte im Lauf der BVV-Sitzung die Daten aus dem Kita-Entwicklungsplan. „Die Planungen basieren auf der 2022 vorgelegten Bevölkerungsprognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.  Angesichts laufender und geplanter Bauvorhaben sowie eines zunehmenden Zuzugs von Familien ist in den betreffenden Quartieren von einer stabilen bis leicht steigenden Entwicklung auszugehen. Bis 2027 ist im Bezirk ein geringer Platzüberschuss zu erwarten. Zusätzliche Kapazitäten entstehen beispielsweise im neuen Wohngebiet am Standort Knorr-Bremse und in Hellersdorf in der Teuplitzer Straße.“ Der neue Standort in der Teuplitzer Straße wird ab 2027 die Versorgungslücke in Hellersdorf-Nord schließen.

In unterversorgten Kiezen setzt das Bezirksamt auf die gezielte Entwicklung neuer Standorte, sofern eine gesicherte Finanzierung vorliegt. Das Jugendamt führt weiterhin Träger- und Gründungsberatungen durch, um das Angebot bedarfsgerecht auszubauen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Ausschöpfung der betriebserlaubten Plätze, der möglichen Erweiterung bestehender Kapazitäten sowie der Berücksichtigung erhöhter Förderbedarfe.

„Das Bezirksamt verfolgt einen bedarfsorientierten Ausbau der Kita-Plätze in sozial benachteiligten Stadtteilen. Die Umsetzung weiterer Maßnahmen hängt jedoch maßgeblich von der Verfügbarkeit zusätzlicher Fördermittel ab“, führte Lemm weiter aus.

Die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marion Hoffmann zeigte sich erfreut über die gute Kitaplatzplanung in unserem Bezirk. „Die Planung orientiert sich an den Ergebnissen der Einschulungsuntersuchungen, die erhöhte Förderbedarfe transparent aufzeigen und als Grundlage für weitere Schritte dienen. Ein verstärkter Fokus liegt zudem auf der Schaffung inklusiver Angebote, die besonderen Anforderungen gerecht werden. Für unseren Bezirk ist es zentral, in präventive Maßnahmen zu investieren, um Chancengleichheit zu fördern und die langfristige Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Dazu gehört auch die Verbesserung des Betreuungsschlüssels ab 1. 1. 2026. Eine wohnortnahe Versorgung mit qualitativ hochwertigen Kitaplätzen wie auch ausreichend qualifizierte Fachkräfte müssen für uns oberste Ziele sein“, so Hoffmann.

Abschließend erklärte Krug: „Es ist erfreulich, dass die ‚Kita-Krise‘ in unserem Bezirk überwunden werden konnte. Der vorliegende Kindertagesstätten-entwicklungsplan ist Ausdruck erfolgreicher sozialdemokratischer Politik – sowohl vor Ort als auch im Land Berlin.“

2025-12-10T09:44:33+01:0025.11.2025|
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