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8.März ist Internationaler Frauentag: Wir setzen auf Prävention und Schutz von Frauen vor Gewalt

Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt Iris Spranger, MdA und Senatorin für Inneres und Sport: „Seit 2019 ist der Internationale Frauentag in Berlin Feiertag – durch meine Initiative und mit breiter Unterstützung der Berlinerinnen und Berliner. Dieser Schritt war ein klares Bekenntnis für die Gleichstellung von Männern und Frauen.“

Iris Spranger weiter dazu: „Die Sicherheit von Frauen ist und bleibt für mich ein zentrales Thema. Nie zuvor hat Berlin so viel in die Prävention und den Schutz von Frauen vor Gewalt investiert wie jetzt. Wir fördern beispielsweise mit 16 Mio. Euro zusätzliche Frauenschutzplätze. Das ist notwendig, um betroffene Frauen und ihre Kinder angemessen zu schützen. Auch durch unsere umfassende Modernisierung des Berliner Polizeirechts, dem sicherheitspolitischen Kernstück unserer Koalition, werden Frauen deutlich besser vor Gewalt von Partnern oder Ex-Partnern geschützt. Besonders wichtig ist mir, dass wir mit dieser Reform den Opferschutz nachhaltig stärken. Prävention und Intervention werden eine viel größere Rolle spielen.“

Ein zentraler Punkt ist die Einführung der elektronischen Fußfessel nach dem „Spanischen Modell“. Sie gibt dem Opfer die Möglichkeit ein Warnsystem bei sich zu führen, welches einen Alarm meldet und die Polizei informiert, wenn sich der Gefährder nähert. Das ist ein wichtiger Beitrag, um ein Annäherungsverbot wirksam durchzusetzen. In Spanien wird diese Art der elektronischen Fußfessel seit 2009 eingesetzt, um gewalttätige (Ex-)Partner zu überwachen. Dort hat sich diese Maßnahme in der Praxis als sehr erfolgreich erwiesen, um Femizide zu verhindern.

Darüber hinaus erhalten Fallkonferenzen eine klare polizeirechtliche Grundlage. Hier tauschen sich die Polizei und andere involvierte Stellen aus, um bei häuslicher Gewalt zu intervenieren und Opfer zu schützen.

Künftig können Wohnungsverweisungen jetzt auf bis zu 28 Tage verlängert werden. Das entspricht einer Verdoppelung der Frist und bringt eine große Entlastung für betroffene Frauen mit sich. Sie haben dann deutlich mehr Zeit, um beim Familiengericht aktiv zu werden.

Iris Spranger erklärt abschließend: „Der Frauentag gibt uns jedes Jahr Anlass für eine Bilanz. Wir haben schon sehr viel erreicht. Doch in einigen Bereichen müssen wir uns weiterhin kraftvoll und vereint für gleichwertige sowie sichere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen einsetzen. Ich wünsche allen Frauen von Herzen einen schönen Tag, an dem sie sich mit Stolz auf ihre Lebensleistung feiern lassen sollen.“

 

Hinweis: Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 016Beratung – anonym und kostenfrei.

2026-03-06T18:57:15+01:0006.03.2026|

Einladung Veranstaltung Bürgergeld, 4.3., 18.30 Uhr, hybrid

Liebe Genossinnen und Genossen,

kaum ein Thema hat im letzten Jahr so polarisiert, wie das Bürgergeld.

​Während viele darauf verweisen, dass man mit Bürgergeldbezug kaum genug zum Überleben habe und gesellschaftlich stigmatisiert sei, gibt es viele, die auf die Ungerechtigkeit in Bezug auf Geringverdienende verweisen und meinen, die Zuschüsse müssten reduziert und der Anreiz zum Arbeiten erhöht werden.

Die Bundesregierung hat auf Betreiben der CDU eine Reform des Bürgergeldes angeschoben. Innerhalb der SPD regt sich dazu Widerstand und es gibt eine Initiative zur Verhinderungen dieser Reform. Auch im Wahlkampf wird das Thema sicher vielen von uns begegnen.

Damit jeder und jede sich hier ein eigenes Bild machen kann und die Argumente für und gegen die Reform kennt, wollen wir eine parteiinterne Diskussionsveranstaltung durchführen.

Am Mittwoch, den 04.03.2026 wollen wir ab 18:30h mit Franziska Drohsel​ und Annika Klose (MdB) dazu diskutieren und uns informieren. Die Veranstaltung findet im KB statt. Es wird aber auch die Möglichkeit der digitalen Teilnahme geben. Dafür nutzt folgenden Link: https://us02web.zoom.us/j/83632243868?pwd=7yz1kXvcnWCZLJFj4Tv1qcjJae2Bdn.1

Meldet Euch gern kurz unter Kreis.Marzahn-Hellersdorf@spd.de an . Wir freuen uns Euch am Mittwoch begrüßen zu können und über dieses für viele wichtige Thema sprechen zu können.

Solidarische Grüße

Marion und Gordon

Kreisvorsitzende SPD Marzahn-Hellersdorf

2026-02-27T14:44:06+01:0027.02.2026|

Marzahn-Hellersdorf im Schneechaos: Bezirksamt überfordert

Schnee und Eis legen Marzahn-Hellersdorf seit Wochen lahm – doch statt Führung liefert das Bezirksamt vor allem eins: Überforderung. Straßen und Wege sind gefährlich glatt, der Winterdienst funktioniert vielerorts nicht, Menschen stürzen, brechen sich Knochen, vermeiden den öffentlichen Raum.

„Das Bezirksamt schaut weg, während Menschen sich verletzen. Es ist schlicht untragbar, dass in einer solchen Lage keine Verantwortung übernommen wird – und das passt leider ins Bild“, erklärt Jan Lehmann, Mitglied des Abgeordnetenhauses (SPD). „Wer in einer Krise nicht führt, hat seine Aufgabe verfehlt.“

Vor allem Geh- und Radwege sind betroffen: Wo geräumt wurde, oft nur notdürftig, mit Geräten, die den Schnee nicht abtragen, sondern festfahren. Manche Straßen wurden überhaupt nicht geräumt. Selbst Schulgelände waren stellenweise so vereist, dass kein regulärer Unterricht stattfinden konnte.

Gleichzeitig zeigt sich: Private Flächen sind teils vorbildlich geräumt, doch vor einigen größeren Immobilien blieb tagelang alles glatt. Das wirft Fragen auf: Wurde kontrolliert? Hat das Ordnungsamt Bußgelder verhängt oder Ersatzvornahmen durchgeführt?

„Dieses Schneeglätte-Desaster ist nicht vom Himmel gefallen – es ist hausgemacht. Und es zeigt, wie schlecht dieser Bezirk auf Krisen wie solche vorbereitet ist“, so Lehmann weiter. „Statt funktionierendem Winterdienst erleben wir Behördenversagen.“

Auch in der Bezirksverordnetenversammlung wächst der Unmut: „Die Verkehrssicherungspflicht wurde de facto aufgegeben“, sagt Eike Arnold, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf. „Wenn sich Menschen nicht mehr trauen, das Haus zu verlassen, ist das nicht nur ärgerlich – vielmehr ist das gefährlich und sozial blind. Gerade Ältere, Kinder und Menschen mit Behinderung werden dadurch massiv eingeschränkt.“

Lehmann und Arnold fordern deshalb:

• eine sofortige Aufarbeitung der Winterdienstorganisation
• einen Bericht des Ordnungsamts über Kontrollmaßnahmen
• und eine klare politische Verantwortung für das Managementversagen

„Das Bezirksamt hat nicht nur beim Räumen versagt – es hat auch versäumt, Führung zu zeigen“, so Arnold abschließend. „Die Bürgerinnen und Bürger haben Besseres verdient als Glätte und Schweigen.“

 

2026-02-06T10:33:14+01:0006.02.2026|

Katastrophenschutz im Bezirk – SPD fordert Verbesserungen

Der Stromausfall Anfang des Jahres im Südwesten Berlins war für die SPD-Fraktion Anlass, in der ersten Sitzung der BVV im Jahr 2026 den bezirklichen Katastrophenschutz zur Priorität zu erklären. Neben einer Großen Anfrage zur aktuellen Situation der Vorkehrungsmaßnahmen im Katastrophenfall fordert die SPD mit zwei Anträgen umfassende Nachbesserungen.

„Gerade in einem Bezirk wie Marzahn-Hellersdorf mit seiner hohen Dichte an Geschosswohnungsbau und einer älter werdenden Bevölkerung hätte ein langanhaltender Stromausfall verheerende Folgen: der Ausfall von Fahrstühlen, ein Zusammenbruch der Wasserversorgung sowie der Wegfall der Wärmeversorgung. Es ist daher zwingend notwendig, den aktuellen Stand der bezirklichen Notfallplanung zu überprüfen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, ob das Bezirksamt im Ernstfall handlungsfähig bleibt und wo sie Hilfe finden“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Günther Krug.

Zugleich müssen aus dem Schockereignis Anfang Januar die richtigen Schlüsse gezogen werden, um Wiederholungen zu vermeiden. „Es ist nicht auszuschließen, dass auch Marzahn-Hellersdorf künftig von einem solchen Szenario betroffen ist. Im Ernstfall geht es um das Überleben unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger. In Steglitz-Zehlendorf wurden hilfsbedürftige Menschen teilweise erst nach knapp 36 Stunden evakuiert. Bei unserer Bevölkerungsstruktur wäre eine solche Verzögerung fatal. Deshalb ist es dringend erforderlich, alle Menschen, auch diejenigen ohne Smartphone, zuverlässig erreichen zu können. Wir müssen vorbereitet sein und die Hilfen müssen sofort greifen“, sagt Stephanie Inka Jehne, Vorsitzende des Hauptausschusses.

Das Bezirksamt gab zu bedenken, dass Einsatzkräfte Zeit benötigen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen, wenngleich der zuständige Bezirksstadtrat Stefan Bley versicherte, dass Zeiträume von 36 Stunden oder mehr nicht akzeptabel seien. Für die individuelle Vorsorge verwies das Bezirksamt auf die Katastrophenschutzbroschüre des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), die in den Bürgerämtern des Bezirks ausliegt. Aus der Beantwortung der Großen Anfrage ging zudem hervor, dass der Krisenstab des Bezirksamts über Notstromaggregate und Ausweichstandorte verfügt, um die Arbeit auch im Krisenfall vorübergehend aufrechterhalten zu können. Darüber hinaus gibt es in Marzahn-Hellersdorf derzeit zwei behördliche Katastrophenschutz-Leuchttürme in der Premnitzer und der Riesaer Straße, die jedoch bislang nicht aktiv sind, um im Ernstfall eine dezentrale Hilfe zu ermöglichen. Schulen sollen hierbei eine wichtige Rolle als Anlaufstellen übernehmen. Zur Prävention veranstaltet das Bezirksamt jährlich den „Blaulichttag“, um die Bevölkerung zu informieren.

 

Der SPD-Fraktion gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Mit zwei Anträgen werden daher sowohl technische als auch personenorientierte Nachbesserungen gefordert. „Wir wollen, dass die Katastrophenschutz-Leuchttürme in Marzahn-Hellersdorf ihren Namen auch wirklich verdienen. In ganz Berlin sind bislang nur 14 von 45 geplanten Leuchttürmen einsatzbereit, in unserem Bezirk noch kein einziger. Im Blackout-Fall müssen diese Anlaufstellen zuverlässig mit Strom, Information und Handlungsmöglichkeiten für die Bevölkerung funktionieren. Deshalb fordern wir, den konkreten Bedarf an professionellen Netzersatzanlagen zu ermitteln und verbindlich in die Investitionsplanung aufzunehmen. Dabei setzen wir bewusst auf nachhaltige Lösungen wie Photovoltaik und Batteriespeicher statt auf laute, wartungsintensive Dieselaggregate. Ebenso wichtig ist die passende bauliche Infrastruktur an den Standorten und die Nutzung von Landes- und Bundesfördermitteln.“, sagt Stephanie Inka Jehne weiter.

 

Marion Hoffmann, bildungs- und seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sagt: „Vulnerable Gruppen sind im Katastrophenfall besonders gefährdet, da sie häufig nicht systematisch erfasst, nur eingeschränkt mobil und auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen sind. Wir benötigen ein Schutz- und Unterstützungskonzept für diese Menschen und fordern das Bezirksamt auf zu prüfen, wie diese Personengruppen datenschutzkonform identifiziert, erreicht und unterstützt werden können. Ein gezieltes und rechtssicheres Schutzkonzept stärkt nicht nur die Krisenfestigkeit des Bezirks, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit von Politik und Verwaltung.“

 

Die SPD-Fraktion wird das Thema Katastrophenschutz weiterhin mit Nachdruck vorantreiben. Vorsorge darf nicht erst dann beginnen, wenn der Ernstfall eingetreten ist.

2026-02-03T14:43:23+01:0003.02.2026|
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