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Pressemitteilung des ACE: Hohe Verkehrsbelastung im Berliner Osten – ACE im Austausch mit Steffen Krach, Oliver Igel und Maria Geidel

ACE fordert zügige Realisierung der TVO

Berlin, 14. August 2026 – Der Auto Club Europa Kreis Berlin (ACE) hat sich am Mittwoch, 12. August, mit dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Steffen Krach, dem Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick Oliver Igel und Maria Geidel, SPD-Direktkandidatin für das Abgeordnetenhaus im örtlichen Wahlkreis, über die geplante Tangentiale Verbindung Ost (TVO) ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuelle Verkehrssituation im Berliner Osten, die Ergebnisse der ACE-Verkehrszählungen sowie die Forderungen des ACE an die weitere Planung und Umsetzung der TVO.

Die aktuellen Verkehrszählungen des ACE im Einzugsgebiet der TVO zeigen eine hohe Verkehrsbelastung, von der insbesondere die angrenzenden Wohngebiete betroffen sind. Besonders belastet ist die Köpenicker Straße, die bereits heute große Verkehrsmengen aufnehmen muss.

Unsere Verkehrszählungen zeigen deutlich, dass die bestehenden Straßen die Verkehrsbelastung bereits heute kaum bewältigen können. Besonders die Köpenicker Straße übernimmt eine Funktion, für die sie weder hinsichtlich ihrer Breite noch ihrer Ausstattung ausgelegt ist“, erklärt Hans-Joachim Hacker, ACE-Vorstandsmitglied. Fehlende beziehungsweise unzureichende Geh- und Radwege sowie regelmäßige Staus belasteten die Anwohnerinnen und Anwohner und beeinträchtigten auch den Busverkehr.

Aus Sicht des ACE ist deshalb der zügige Lückenschluss der TVO erforderlich. „Wir brauchen jetzt Verlässlichkeit bei der Umsetzung des TVO-Projektes. Die Menschen im Berliner Osten warten seit Jahrzehnten auf die Realisierung dieses Projektes. Weitere Verzögerungen sind vor Ort nur schwer vermittelbar und verstärken die Politikverdrossenheit“, so Hacker.

Auch Bezirksbürgermeister Oliver Igel unterstreicht die Bedeutung des Projekts für Treptow-Köpenick: „Die Verlängerung der bereits in Treptow-Köpenick begonnenen TVO ist für unseren Bezirk insbesondere für eine bessere Anbindung des Innovationsparks Wuhlheide von besonderer Bedeutung. Für den Wirtschaftsstandort ist die TVO ein Wachstumsfaktor.

Der ACE fordert, die TVO leistungsfähig zu realisieren, in den ÖPNV einzubinden und den Fuß- und Radverkehr von Beginn an mitzudenken. Gleichzeitig müsse die Planung sicherstellen, dass die Nahverkehrstangente langfristig nicht verhindert wird. Ebenso wichtig seien ein konsequenter Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Maria Geidel, SPD-Direktkandidatin für das Abgeordnetenhaus im örtlichen Wahlkreis, betont: „Tangentiale Verbindung Ost und Nahverkehrstangente müssen zusammen gedacht werden. Die Planungen dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen. Unser Kiez ist zum Leben und Erholen da – nicht zum Warten im Stau. Deshalb braucht die Köpenicker Straße dringend die Entlastung durch die TVO.

In seiner Auffassung zum TVO-Projekt sieht sich der ACE durch die klare Position des SPD-Spitzenkandidaten bestätigt, der erklärte: „Die Lückenschließung der Tangentialen Verbindung Ost ist kein beliebiges Infrastrukturprojekt, sondern eine Frage von Lebensqualität und Erreichbarkeit für Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick. Die SPD Berlin steht eindeutig zum Lückenschluss der TVO. Wir wollen die Wohngebiete endlich vom Schleich- und Schwerlastverkehr befreien, ohne dabei einen späteren parallelen S-Bahn-Ausbau zu behindern oder den wichtigen Lärmschutz für die Anwohner aus den Augen zu verlieren.“

Der ACE wird den weiteren Planungsprozess konstruktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass Verkehrssicherheit, Anwohnerschutz sowie die Interessen von Fußgängern, Radfahrern und ÖPNV bei der weiteren Umsetzung des Projekts angemessen berücksichtigt werden.

Quelle PM: ACE

2026-08-15T16:02:38+02:0014.08.2026|

Mehr Lebensqualität und sauberer Nahverkehr: Neue E-Bus-Ladestation S-Bahnhof Kaulsdorf

Lehmann, Jan

Jan Lehmann

Ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrswende in Marzahn-Hellersdorf ist erreicht: An der Buswendeschleife am S-Bahnhof Kaulsdorf wurde erfolgreich eine neue Ladestation für Elektrobusse errichtet. Der lokale Abgeordnete Jan Lehmann, an dessen Büro die Ladestation grenzt, begrüßt dieses Projekt nicht nur als wegweisend für den Bezirk und ganz Berlin, sondern hat auch direkt mitgeholfen, damit es Realität wird.

Elektrobusse bieten zahlreiche Vorteile: Sie stoßen keine lokalen Schadstoffe aus, reduzieren den Lärmpegel deutlich und tragen so zu einer besseren Luftqualität und einem angenehmeren Stadtklima bei. Gleichzeitig sind sie ein zentraler Baustein für die Erreichung der Berliner Klimaziele. Die neue Ladestation ermöglicht es, die E-Busse effizient und schnell aufzuladen – ein entscheidender Faktor für den reibungslosen Einsatz im Linienbetrieb.

Lehmann dazu: „Bei den Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer habe ich mich persönlich dafür eingesetzt, dass das Projekt zügig, unbürokratisch und rechtssicher umgesetzt werden konnte. Es war mir wichtig, dass alle Beteiligten – von den Verkehrsbetrieben über die Verwaltung bis zum Eigentümer – an einem Strang ziehen. Dass die Station nun steht, ist ein Erfolg für die gesamte Stadt und zeigt: Gemeinsam können wir die Verkehrswende vorantreiben.

Die neue Ladestation zeigt, wie moderne Klimapolitik direkt vor unserer Haustür ankommt. Weniger Lärm, sauberere Luft und ein moderner Nahverkehr – das ist ein echter Gewinn für Kaulsdorf.“

Eigentlich sollen laut Berliner Mobilitätsgesetz bis 2030 alle 1 600 Busse elektrisch fahren. Stattdessen wird nur bis 2035 90 % der Busflotte angepeilt. Nächstes Jahr wird ungefähr ein Drittel aller Berliner Busse elektrisch unterwegs sein.

Lehmann dazu: „Selbst bei Projekten, die dermaßen unmittelbar die Lebensqualität vor Ort verbessern und zugleich das Klima schützen, hat die CDU-Verkehrsverwaltung gekürzt. Das ist enttäuschend, aber bei einer ideologiegetriebenen Verkehrspolitik nicht weiter überraschend. Der ÖPNV ist und bleibt das Rückgrat jeder Berliner Mobilitätspolitik und -wende. Die nächste Verkehrssenatorin wird dies hoffentlich wieder wissen!“

2026-07-15T10:31:49+02:0013.07.2026|

Starkes Signal für Marzahn-Hellersdorf: 35,4 Millionen Euro für Schwimmbad am Kienberg

Iris Spranger

WK 2

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Senatsverwaltung für Inneres und

Sport, dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und den Berliner Bäder-Betrieben

stellte Iris Spranger, MdA und Sportsenatorin, heute den aktuellen Stand der

Planungen des neuen Schwimmbads mit Außenbecken am Kienberg vor. Für

Planung und Bau stehen 35,4 Mio. Euro aus SIWA-Mitteln (Sondervermögen

Infrastruktur der Wachsenden Stadt) und dem Sondervermögen des Bundes

bereit. Darin enthalten sind rund 25,1 Mio. Euro für das Funktionsbad sowie

rund 10,3 Mio. Euro für das Außenbecken.

 

Iris Spranger: „Dem langersehnten Schwimmbad mit Außenbecken für unseren

Bezirk kommen wir in großen Schritten näher. 35,4 Millionen Euro konnten wir mit

Beschluss vom 24. Juni 2026 im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses dafür

sichern. Damit können wir nun nicht nur ein dringend benötigtes Schwimmbad in

Marzahn-Hellersdorf errichten, sondern auch den Traum vieler Familien des Bezirkes

von einem Außenschwimmbecken erfüllen. Das neue Schwimmbad mit

Außenbecken wird ein wichtiger Ort für den Sport, für Schwimmunterricht, Badespaß

und vieles mehr. Gerade angesichts steigender Temperaturen ist das Außenbecken

ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge und zur Steigerung der Lebensqualität

vieler Menschen in unserem Bezirk. Die Planungen und den Bau weiterhin

voranzutreiben, bleibt für mich eine Herzensangelegenheit.“

 

Die Ergebnisse der aktuell durchgeführten Machbarkeitsstudie im Auftrag der

Berliner Bäderbetriebe sollen Ende August 2026 vorliegen. Geplant werden ein

Hallenbad mit Sport- und Lehrschwimmbecken sowie ein Außenbecken mit

Poollandschaft und weiteren Funktionsgebäuden.

 

Das 25 Meter lange Sportbecken wird mit sechs Bahnen geplant (25 m x 16,66 m,

insg. 416,5 qm), das Lehrschwimmbecken soll zehn Meter lang werden (10 m x

16,66 m, insg. 160 qm). Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.

 

2026-07-08T10:58:12+02:0006.07.2026|

350 zu 1: Notarversorgung hängt schief

„Während sich in Charlottenburg-Wilmersdorf 350 Notargeschäftssitze ballen, hat Marzahn-Hellersdorf einen einzigen Notar im Bezirk. Das ist kein Zufall, sondern ein strukturelles Versorgungsproblem!“, sagt Jan Lehmann, Abgeordneter für Kaulsdorf und Hellersdorf und rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

Hintergrund ist die Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage, die das Ausmaß der Schieflage offenbart. Die Zahlen aus der Senatsantwort sprechen für sich: Charlottenburg-Wilmersdorf beherbergt 350 Geschäftssitze, Mitte 154, Tempelhof-Schöneberg 37, Steglitz-Zehlendorf 32.

Auf der anderen Seite stehen Pankow mit 15 Geschäftssitzen, Treptow-Köpenick und Reinickendorf mit je 13, Spandau und Neukölln mit je acht, Lichtenberg mit fünf – und Marzahn-Hellersdorf mit einem einzigen Geschäftssitz für mehr als eine Viertelmillion Berliner:innen.

„350 zu 1 ist keine statistische Auffälligkeit, sondern eine Versorgungslücke, die seit Jahren wächst. Wer einen Grundstückskaufvertrag, einen Ehevertrag oder eine Vorsorgevollmacht beurkunden lassen will, soll das in seinem Bezirk tun können – in Marzahn-Hellersdorf genauso wie in Wilmersdorf. Alles andere ist Zwei-Klassen-Daseinsvorsorge nach Postleitzahl! Hinzu kommen noch die vielen Vereine, die Notare sogar im Ehrenamt benötigen“, so Jan Lehmann.

Das bundesrechtliche Instrument liegt auf dem Tisch – Berlin nutzt es nicht

 Dabei erlaubt die Bundesnotarordnung in § 10 Absatz 1 ausdrücklich, freie Notarstellen regional begrenzt bzw. in Berlin bezirksscharf auszuschreiben. Auch Nordrhein-Westfalen macht von dieser Regelung seit Jahren Gebrauch und schreibt Stellen etwa für Stadtteile wie Köln-Porz, Köln-Mülheim oder Wuppertal-Elberfeld aus.

Koalitionsvertrag hat das Ziel formuliert

Die Berliner Senatsverwaltung für Justiz setzt dagegen nach eigener Aussage auf „kommunikative und niedrigschwellige Maßnahmen“ und hat die Berliner Notarkammer gebeten, Bewerberinnen und Bewerber in Informationsveranstaltungen auf unterversorgte Bezirke hinzuweisen. Dabei sah der Koalitionsvertrag von CDU und SPD in Berlin vor, die Versorgung aller Berliner Bezirke mit Notariaten besser sicherzustellen und zu prüfen, ob Notarstellen regional bedarfsorientiert ausgeschrieben werden können.

Lehmann hierzu: „Positiv ist, dass die Senatsverwaltung das Problem jetzt zumindest nicht mehr leugnet. Doch nur Werbung und gutes Zureden lösen kein Strukturproblem. Wenn das Bundesrecht uns das Steuerungsinstrument in die Hand gibt und andere Bundesländer es selbstverständlich anwenden, dann müssen wir in Berlin es endlich nutzen. Bezirksscharfe Ausschreibungen mögen vielleicht unbequem für etablierte Innenstadtkanzleien sein, aber genau dafür ist das Instrument in der Bundesnotarordnung vorgesehen. Daseinsvorsorge ist kein Hoffnungsgeschäft. Daseinsvorsorge muss überall sichergestellt werden – nicht nur dort, wo es schon alles gibt!“

Ein öffentliches Amt – kein Geschäft, wie jedes anderes

Notariat unterscheidet sich von anderen freien Berufen. Denn Notarinnen und Notare üben ein öffentliches Amt mit hoheitlichen und übertragenen Befugnissen aus. Sie beurkunden Grundstückskaufverträge, Erb- und Eheverträge, Vorsorgevollmachten und GmbH-Gründungen sowie Satzungsänderungen von Sportvereinen. All das sind Lebensereignisse, die Berliner Familien, kleine Selbstständige, Immobilienkäufer:innen und auch Ehrenamtliche unmittelbar betreffen.

Koalitionserfolg: Jährliche Ausschreibung von 15 Altersstrukturstellen

 Zur strukturellen Ungleichverteilung kommt überdies noch die Demografie, denn auch dem Notariat steht eine größere Ruhestandswelle bevor. Die Zahl der in Berlin tätigen Notarinnen und Notare ist bereits in den vergangenen Jahren spürbar gesunken. Ohne aktive Steuerung würde sich die Schieflage weiter verschärfen. Als positiver Koalitionserfolg kann jedoch festgehalten werden, dass nun jährlich zur Wahrung einer geordneten Altersstruktur 15 Altersstrukturstellen ausgeschrieben werden. Zuvor wurden im 2-Jahres-Turnus 30 Altersstrukturstellen ausgeschrieben. Um die langen Bewerbungsverfahren (teils dauern einzelne Verfahren bis zu zwei Jahre!) zu entzerren, erfolgt künftig, wie von Jan Lehmann angeregt, eine jährliche Ausschreibung.

„Ich stehe weiterhin in engem Austausch mit verschiedenen Berliner Notarinnen und Notaren sowie mit der Senatsverwaltung für Justiz. Das Thema der Verteilung der Notariate sowie die langen Bewerbungsverfahren werde ich in den zuständigen Gremien und im Rechtsausschuss weiterverfolgen!“, sagt Lehmann.

 

2026-07-06T16:49:22+02:0001.07.2026|
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