Unser Programm für Marzahn-Hellersdorf 2026–2031

Die Kurzfassung in einfacher Sprache

Am Sonntag, dem 20. September 2026, wird in Berlin gewählt. Du wählst zwei Parlamente: das Abgeordnetenhaus für ganz Berlin. Und die BVV für unseren Bezirk. BVV ist die Abkürzung für Bezirksverordnetenversammlung.

Hier steht kurz und in einfachen Worten, was die SPD in Marzahn-Hellersdorf in den nächsten fünf Jahren erreichen will. Das ganze Wahlprogramm ist viel länger.

Du findest es hier direkt zum runterladen:
https://spd-marzahn-hellersdorf.de/wp content/uploads/2026/07/
SPD_MaHe_Wahlprogramm_2026.pdf

1. Kinder und Familien
Familie

 

• Jedes Kind soll die gleichen Chancen haben. Egal, wie viel Geld die Eltern haben.

• Wir wollen, dass alle Kinder in die Kita gehen. Auch dann, wenn die Eltern zu Hause sind. Deshalb setzen wir uns für eine Kitapflicht ein.

• Mehr Fachleute in den Kitas, die Familien bei Sorgen und Problemen helfen. Und mehr Helferinnen und Helfer, damit Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für die Kinder haben.

• Fast 60 von 100 Kindern im Bezirk haben mit sechs Jahren schon Löcher in den Zähnen. Wir haben durchgesetzt: In allen Kitas werden jetzt Zähne geputzt. Daran arbeiten wir weiter.

• Kurse für Eltern in den Familienzentren: Erste Hilfe, Gesundheit, Umgang mit Handy und Internet.

• Weniger Papierkram: Familien mit wenig Geld bekommen Zuschüsse für Schulsachen, Ausflüge und den Sportverein. Dafür soll man keinen Antrag mehr stellen müssen. Das Geld soll von allein kommen.

• Das kostenlose Mittagessen in der Schule muss bleiben. Und die kostenlose Fahrkarte für Schülerinnen und Schüler auch.

• Fast 2.000 Kinder im Bezirk haben keine richtige Wohnung. Sie leben in Heimen. Das zu ändern ist uns am wichtigsten.

2. Schule und Bildung
Bildung

 

• Mehr Lehrerinnen und Lehrer, vor allem an den Grundschulen. Das Land Berlin soll wieder bestimmen, an welche Schule eine Lehrerin kommt. Dann kommen sie auch dorthin, wo sie am meisten fehlen.

• Wir bauen weiter neue Schulen und Turnhallen. Und wir bringen alte in Ordnung. Der Schulhof muss dabei von Anfang an mit geplant werden.

• Mehr Menschen an den Schulen, die sich um die Sorgen der Kinder kümmern. Mehr Angebote am Nachmittag. Und Räume in der Schule, wo Kinder bei Streit oder Kummer Hilfe finden.

• Kein Handy in der Schule bis zur 10. Klasse. Dafür mehr zum Spielen und Bewegen auf dem Schulhof.

• Sichere Schulwege: flache Bordsteine, gutes Licht und sichere Stellen zum Überqueren der Straße.

• Bücher, Hefte und Material für die Schule sollen für alle kostenlos sein.

• 14 von 100 Jugendlichen gehen ohne Abschluss von der Schule. Weitere 22 von 100 schaffen nur einen einfachen Abschluss. Das wollen wir ändern: mit mehr Lernen in Werkstätten und in der Praxis. Und damit, dass Schule und Jugendamt besser zusammenarbeiten.

3. Junge Menschen
Junge Menschen

 

• Vier neue Jugendclubs. Zwei davon in den Gegenden mit Einfamilienhäusern. Mindestens einer für queere Jugendliche – also zum Beispiel für lesbische, schwule oder trans Jugendliche.

• Beim Geld des Bezirks wird bei Kindern und Jugendlichen nicht gekürzt.

• Der Feriensommer geht weiter und wird größer. Alle Kinder können mitmachen. Auch wenn die Eltern wenig Geld haben.

• Wir wollen eine sichere Disco für Jugendliche im Bezirk.

• Orte zum Treffen, an denen kein Erwachsener aufpasst und man nichts kaufen muss.

• Schulhöfe machen wir nach dem Unterricht auf.

• Im Kinder- und Jugendparlament reden junge Leute bei der Bezirkspolitik mit. Wir stärken es und sichern das Geld dafür.

4. Gut älter werden
Ältere Menschen

 

• Bei jedem Neubau und jedem Umbau sollen mehr Wohnungen entstehen,
in die man mit Rollstuhl oder Rollator kommt.

• Viele ältere Menschen wohnen allein in einer großen Wohnung. Eine kleinere wäre oft teurer. Deshalb wollen wir: Wer bei einer Wohnungsfirma des Landes Berlin wohnt, soll in eine kleinere Wohnung tauschen können – ohne dass die Miete steigt.

• Treffpunkte für ältere Menschen. In anderen Bezirken wie Pankow gibt es sie schon. Wir wollen sie auch hier.

• Bänke zum Reden im Park. Und Menschen, die Alleinlebende zu Hause besuchen.

• Kurse: Wie gehe ich sicher mit Handy und Internet um? Wie stelle ich einen Antrag im Internet?

• Beratung zur Pflege soll in der Nähe sein. Und wer jemanden in der Familie pflegt, braucht mehr Unterstützung.

5. Wohnen
Wohnen

 

• Eine bezahlbare Wohnung ist ein Recht für alle. Wohnungen sind nichts, womit man Geld machen soll.

• Neue Wohnungen ja – aber Schulen, Kitas, Busse, Bahnen und Grün müssen von Anfang an mitgeplant werden.

• An der Allee der Kosmonauten entstehen ab 2027 insgesamt 657 Wohnungen. 609 davon gehen an Familien mit einem WBS. Den bekommt beim Amt, wer wenig verdient. So soll Bauen aussehen.

• Es gibt ein Gesetz gegen zu hohe Mieten. Es muss auch angewendet werden. Und wir brauchen mehr Wohnungen mit fester, günstiger Miete.

• Wer hier wohnt, soll mitreden, wenn gebaut wird.

• Mehr Licht auf Gehwegen, Straßen und in den Höfen.

• Das neue Bad im Jelena-Šantić-Friedenspark muss endlich gebaut werden: eine Schwimmhalle mit einem Becken draußen.

6. Unterwegs im Bezirk
Unterwegs

 

• Das machen wir sofort: mindestens 10 Kilometer neue Gehwege. Sicher, gut beleuchtet und ohne Stufen und Kanten.

• S-Bahn und U-Bahn müssen pünktlicher und zuverlässiger werden.

• Mehr Straßenbahnen. Und Lücken im Netz schließen.

• Bessere Verbindungen nach Treptow-Köpenick, zum Beispiel mit einer längeren Buslinie 190.

• Die Seilbahn in den Gärten der Welt soll man mit dem normalen BVG-Ticket nutzen können.

• Sichere Radwege, die nicht plötzlich aufhören. Hier ist in den letzten Jahren fast nichts passiert. Die Landesregierung hat die Projekte gestoppt. Der Bezirk konnte das nicht ausgleichen. Das wollen wir ändern.

• Die neue Straße im Osten – die TVO – soll endlich gebaut werden. Mit gutem Schutz gegen Lärm.

• Die kaputten Brücken im Bezirk müssen repariert oder neu gebaut werden.

7. Gesundheit
Gesundheit

 

• Im Bezirk fehlen Arztpraxen. Wir haben eine Stelle eingerichtet, die Ärztinnen und Ärzten passende Räume hier sucht. Diese Stelle soll es dauerhaft geben.

• Mehr Personal im Gesundheitsamt: bei den Ärztinnen und Ärzten für Kinder, beim Zahnarzt-Dienst und bei der Hilfe für Menschen mit seelischen Krankheiten.

• Jedes Kind soll vor der Einschulung untersucht werden. Kita und Schule sollen erfahren, was dabei herauskommt – ohne Namen. Dann bekommen Kinder früh Hilfe.

• Mehr Hilfe für die Seele von Kindern und Jugendlichen: in der Schule, im Nachbarschaftshaus und im Internet.

• Das Zentrum für sexuelle Gesundheit bauen wir aus. Mit kostenlosen Tests und kostenlosen Mitteln zum Verhüten.

• Kurze Wege bei Pflege: Beratung, Betreuung am Tag und Dinge wie Rollstuhl oder Pflegebett sollen in der Nähe zu bekommen sein.

• Bei großer Hitze kann man Tag und Nacht eine Telefonnummer anrufen. Die bleibt. Und wir öffnen kühle Räume mit kostenlosem Wasser und Sonnencreme.

8. Sport
Sport

 

• Marzahn-Hellersdorf soll der Bezirk mit dem meisten Sport in Berlin werden.

• Eine Schwimmhalle mit einem Becken draußen am Jelena-Šantić-Friedenspark. Im Sommer soll beides offen sein.

• Sportplätze und Hallen in Ordnung bringen. Das Geld dafür holen wir vom Land, vom Bund und von der EU.

• Mehr Leute, die sich um die Sportplätze kümmern. Dann haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer weniger Arbeit.

• Die Vereine sollen am Nachmittag in die Schulen kommen. Dann kann jedes Kind mitmachen.

• Ein großer Lauf für den Frieden im Bezirk.

9. Grün, Klima und Sauberkeit
Klima

 

• Mehr Bäume pflanzen, im ganzen Bezirk.

• Die Wuhle braucht wieder mehr Wasser. Auch in trockenen Sommern soll der Fluss lebendig bleiben.

• Weniger Beton, mehr Grün. Wo es geht, machen wir zugebauten Boden wieder frei.

• Regenwasser soll im Boden bleiben und nicht in die Rohre unter der Straße fließen. Das kühlt und hilft den Bäumen.

• Kleingärten schützen. Ein neues Gesetz dafür haben wir im Abgeordnetenhaus durchgesetzt.

• Die Leute, die in den Parks nach dem Rechten sehen, bleiben. Die Müll-Aktionen der BSR in den Kiezen gehen weiter. Und wer selbst putzen will, bekommt Unterstützung.

10. Zusammenhalt und Demokratie
Zusammen

 

• Rechtsextreme sind die größte Gefahr für unser Zusammenleben. Sie werten Menschen ab wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe. Wir stellen uns ihnen entgegen.

• Beratungsstellen und Projekte gegen Rechtsextreme brauchen sicheres Geld. Und zwar nicht nur für ein Jahr.

• Orte, die an die Opfer der Nazi-Zeit erinnern, pflegen wir. Und wir bringen Schulklassen dorthin.

• Seit 2015 leben doppelt so viele Menschen hier, die aus anderen Ländern gekommen sind. Wir helfen beim Ankommen. Und wir erwarten auch, dass man sich anstrengt.

• Deutsch lernen: für Kinder in Kita und Schule. Und für Erwachsene – mit Betreuung für die Kinder während des Kurses.

• Keine weiteren Heime für Geflüchtete, solange die Schulen und Arztpraxen dafür nicht reichen.

• Frauen schützen: Plätze in Frauenhäusern und in geschützten Wohnungen sichern und mehr davon schaffen. Und Kurse, in denen Frauen lernen, sich zu wehren.

11. Kultur
Kultur

 

• Das Freizeitforum Marzahn bleibt. Der Bezirk zahlt dafür rund eine Million Euro im Jahr. Dieses Geld sichern wir dauerhaft.

• Büchereien: länger offen, ohne Stufen erreichbar und mit mehr Büchern und Filmen im Internet.

• Eine neue Bücherei südlich der B1/B5. Bis sie da ist, soll ein Bücherbus fahren.

• Die Musikschule stärken: mehr Räume und feste Stellen für die Lehrerinnen und Lehrer.

• Kino und Konzerte draußen in den Kiezen. Das Classic Open Air auf dem Fritz-Lang-Platz soll zurückkommen.

12. Arbeit und Wirtschaft
Arbeit

 

• Bei uns gibt es große Gebiete, in denen Firmen arbeiten. Dort sollen sich mehr Firmen ansiedeln. Vor allem im Clean Tech Business Park – dort geht es um Technik, die die Umwelt schont.

• Kleine Betriebe und Handwerker beraten wir. Und wir helfen ihnen, an Geld vom Staat zu kommen.

• In den Krankenhäusern fehlt Personal. Wir bringen Schulen, Kliniken und die Beratungsstelle für junge Leute zusammen. So sollen mehr Jugendliche von hier dort arbeiten.

• Junge Leute brauchen Hilfe auf dem Weg von der Schule in den Beruf. Die Jugendberufsagentur macht genau das. Wir bauen sie aus.

• Auch der Bezirk selbst soll ein guter Arbeitgeber sein – gerade für junge Leute von hier.

13. Ämter, die funktionieren
Verwaltung

 

• Die Ämter sind für die Menschen da. Nicht umgekehrt.

• Entscheidungen sollen schneller gehen. Nicht fünf Leute müssen unterschreiben, sondern einer.

• Anträge sollen im Internet gestellt werden können.

• Eine Stelle für gute Ideen: Wer sieht, dass etwas besser laufen kann, soll es melden können. Beschäftigte genauso wie Bürgerinnen und Bürger.

• Eine neue Vorschrift darf nur kommen, wenn eine alte wegfällt.

14. Sicherheit und Vorsorge
Sicherheit

 

• Sicherheit fängt damit an, dass es sauber und hell ist und sich jemand kümmert.

• Ordnungsamt, Polizei, Sozialarbeit und Wohnungsfirmen sollen sich regelmäßig an einen Tisch setzen. Und Probleme gemeinsam lösen statt jeder für sich.

• Eine App zum Melden: Müll, kaputte Lampen, zugeparkte Rettungswege. Und man bekommt eine Antwort vom Amt.

• Rettungswege müssen frei bleiben. Halteverbote in engen Straßen müssen durchgesetzt werden.

• Wenn der Strom ausfällt, gibt es Anlaufstellen mit Hilfe. Davon haben wir nur zwei. Das ist zu wenig. Wir wollen mehr – auch im Süden des Bezirks.

• Ältere Menschen und Menschen, die Pflege brauchen, sind dann besonders gefährdet. Dafür machen wir einen Plan.

Am 20. September wählen
Briefwahl

 

Gewählt wird am Sonntag, dem 20. September 2026. Wenn Du an diesem Tag keine Zeit haben, kannst Du schon vorher per Brief wählen.

Die Unterlagen dafür kannst Du ab sofort bestellen – im Internet oder beim Bezirkswahlamt.
Hier die Anleitung zur Briefwahl von der SPD Berlin: https://spd.berlin/briefwahl/

Wichtig: Schicke den Brief früh genug ab. Er muss am Wahltag bis 18 Uhr angekommen sein.