Wie steht es um die Bildung in Zeiten von Corona Herr Lemm?

Gordon Lemm (SPD), Bezirksstadtrat und Bürgermeisterkandidat  im Gespräch

Wie ist unter den Bedingungen der Corona-Pandemie schulisches Lernen und sinnvolle Freizeitgestaltung möglich?

Gordon Lemm: Die Schulen, die Bildungsverwaltung und wir als Bezirk haben einen langen Lernweg hinter uns. Immer wieder mussten wir innerhalb weniger Tage auf neue Erkenntnisse, Anforderungen oder Engpässe reagieren. Es war und bleibt ein Kraftakt für Schüler/innen, Eltern, Pädagog/innen und Verwaltung. Vor uns standen und stehen große Herausforderungen.

Welche Herausforderungen müssen bewältigt werden?

Gordon Lemm: Die Liste unserer Aufgaben war und ist groß. Hygiene stand und steht ganz oben. Das erfordert: Hände waschen und professionelle Schulreinigung. Wir haben Desinfektionsspender sowie riesige Mengen an Seife und Papierhandtücher angeschafft. Mittlerweile funktionieren die Bestellungen, Verteilung und Kontrolle der Desinfektionsmittel und die umfängliche tägliche Reinigung all unserer Schulen reibungslos.

Wie wird in der aktuellen Situation das Testen ermöglicht, um den Präsenzunterricht abzusichern?

Gordon Lemm: Nachdem zunächst Lehrkräften die Möglichkeit gegeben wurde, sich an den Schulen freiwillig testen zu lassen, sollen nun auch die Schüler/innen regelmäßig getestet werden. Für das regelmäßige Testen unserer knapp 26.000 Schüler/innen sind rechtliche und praktische Fragen zu klären. Wir brauchen ein Höchstmaß an Akzeptanz dafür.

Digitales Lernen zu Hause bleibt jedem Fall für die Wissensvermittlung wichtig?

Gordon Lemm: Ja, aber digitaler Unterricht ist für alle Beteiligten nur mit großem Engagement durchzusetzen. Unsere besondere Fürsorge gilt Kinder und Eltern, die sich kein Tablet oder Laptop leisten können. Ebenfalls muss geklärt werden, wie die Schulen, den Unterricht in die Kinderzimmer bekommen. Und was passiert mit dem Anspruch auf das kostenfreie Mittagessen, für alle, die nicht in die Schule dürfen? Wir sind hier als Bezirk einen eigenen Weg gegangen. Mit Erfolg. Etwa 1000 Familien nutzen bereits die Möglichkeit zum kostenfreien Schulmittagessen! Mit der Unterstützung des Bundes hat unser Bezirk außerdem 5.000 Tablets erhalten, die wir an unsere Schüler/innen verteilt haben. Aber nicht alle haben zu Hause Internet-Zugangs. Da brauchen wir schnelle Lösungen und Unterstützung.

Ist die Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik in Marzahn-Hellersdorf überhaupt ausreichend?

Gordon Lemm: Die digitale Infrastruktur unserer Schulen muss zielstrebig ausgebaut werden. Da sehe ich für unseren Bezirk eine Hauptaufgabe. In einem ersten Schritt haben wir bereits die vorhandene Bandbreite der Internetschlüsse maximal erweitert und die Schulen außerdem mit etwa 800 mobilen Routern ausgestattet. Ich denke, trotz größter Herausforderungen haben wir bereits viel erreicht. Ich möchte die Interessen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien auch in Zukunft in den Mittelpunkt meiner politischen Arbeit stellen- zusammen mit meiner SPD, der Familienpartei.

 

Artikel aus der Stadtblatt-Ausgabe Mai 2021: Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie und Bürgermeisterkandidat in Marzahn-Hellersdorf

 

2021-05-18T17:50:22+02:0018.05.2021|

Dank des Einsatzes unseres SPD-Bezirksstadtrat! Bezirksamt kompensiert Einnahmedefizit in Höhe von 71.000 €

Großartige Nachrichten für das Freizeitforum Marzahn: Das Bezirksamt kompensiert mit 71.000 Euro das durch die Corona-Pandemie entstandene Einnahmedefizit der Stätte. Die SPD Marzahn-Hellersdorf begrüßt das vehemente Engagement von SPD-Bezirksstadtrat Gordon Lemm, das Freizeitforum Marzahn bei der Bewältigung der Corona-Pandemie beizustehen.

Bezirksstadtrat Gordon Lemm stellt Freizeitforum 71.000 Euro in Aussicht

Die Corona-Pandemie war und ist eine große Herausforderung für das Freizeitforum Marzahn. Im vergangenen Jahr konnten gerade einmal 20 Prozent der ursprünglichen Veranstaltungen stattfinden und über 5000 Karten wurden zurückgegeben. Dank des entschlossenen Einsatzes von Bezirksstadtrat Gordon Lemm kann sich das Freizeitforum nun über Corona-Hilfen in Höhe von 71.000 Euro freuen. „Das Freizeitforum Marzahn ist längst eine soziokulturelle Stätte in der Region mit einem hohen Identifikationspotenzial. Es hat für den gesamten Bezirk eine enorme Bedeutung. Daher freue ich mich umso mehr, dass das Bezirksamt dieses Hilfspaket zur Verfügung stellen konnte. Die ausgeschriebene Summe entspricht dem benötigten Einnahmedefizit, welches das Freizeitforum bedingt durch die Corona-Pandemie hinnehmen musste.“, kommentiert Iris Spranger MdA, Wahlkreiskandidatin und Kreisvorsitzende der SPD Marzahn-Hellersdorf.

Axel Hoppe, Mitglied im Beirat des Freizeitforums und sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion begrüßt Lemms Entscheidung: „Das Freizeitforum Marzahn ist ein Kernprojekt der SPD in Marzahn-Hellersdorf. Es wurde in den vergangenen Jahren immer wieder weiterentwickelt.  Wir als SPD arbeiten daran, das umliegende Areal der Marzahner Promenade zu einem der aktiven Zentren in unserem Bezirk zu machen. Dazu haben wir in der BVV bereits mehrere Anträge eingebracht, wie zum Beispiel zum Erhalt der Sportkegelbahn. Ohne das Freizeitforum wäre dieses Vorhaben nicht möglich. Daher freue ich mich sehr über die Entscheidung von Bezirksstadtrat Gordon Lemm.“

Große Hoffnung auf Regelbetrieb nach den Sommerferien

Für das Freizeitforum Marzahn besteht nun die Hoffnung, nach den Sommerferien unter Einhaltung der Hygienebedingungen wieder einen regelmäßigen Betrieb aufnehmen zu können. Sowohl die Bibliotheken als auch die Schwimmhalle wurde für Besucher/-innen und dem Schulsport bereits wieder geöffnet. Das sind gute Nachrichten für das Freizeitforum und gute Nachrichten für den Bezirk.

2021-03-16T14:42:23+01:0016.03.2021|

Frauentag 2021: Die Pandemie, die Wirtschaft und die Frauen

Frauen sind im besonderen Maße von wirtschaftlichen Folgen der Corona-Zeit betroffen

Iris Spranger MdA und Mitglied des Fraktionsvorstands der SPD-Fraktion: „Bereits zum dritten Mal begeht Berlin den Internationalen Frauentag als gesetzlichen Feiertag! Noch immer bin ich stolz darauf, wie sehr meine Idee von den Berlinerinnen und Berlinern unterstützt wurde. Der Gedanke, diesen Tag künftig dazu zu nutzen, um auf der Straße laut und sichtbar für die vollständige Gleichberechtigung und die Belange der Frauen einzutreten, wurde in den letzten beiden Jahren Wirklichkeit: auf großen und kleinen Demonstrationen, in vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet. Ein weiteres Ziel bei der Wahl des Feiertages war es, allen Berlinerinnen und Berlinern eine Pause nach der Winterzeit zu verschaffen. In diesem Jahr ist nun alles etwas anders. Die Ziele sind aber geblieben. Wir werden einen anderen Frauentag erleben. Wir werden aus Solidarität mit den Fach- und Pflegekräften in Medizin und Pflege keine Veranstaltungen oder gar Demos durchführen. Das sehen wir als gelebte Solidarität mit den vielen vorrangig (!) Frauen, die seit Monaten im Krisenmodus den Infizierten beiseite stehen.“

Die wichtigen Eindämmungsmaßnahmen der Covid-19-Pandemie haben erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Das war allen politisch Verantwortlichen klar und der Schritt ist niemandem von ihnen leichtgefallen. Solche Entscheidungen von immensem Ausmaß in kurzer Zeit treffen zu müssen ist herausfordernd. Nach gut einem Jahr ist klar, dass diese Auswirkungen Frauen besonders betreffen.

Viele von Schließungen betroffene Unternehmen sind Klein- und Kleinstunternehmen. Der Frauenanteil der dort Tätigen ist besonders hoch, beispielsweise im Friseurhandwerk. Die im Frühjahr 2020 von der Investitionsbank Berlin schnell ausgezahlten Soforthilfen waren sehr gut umgesetzt und kamen direkt in den Unternehmen an. Die Auszahlung der Bundeshilfen verläuft zeitlich leider schleppend. Diese Zeit haben die Unternehmen jedoch nicht. Rechnungen müssen beglichen, Kredite abbezahlt werden.

In den systemrelevanten Berufen des Einzelhandels, der Pflege, Reinigung, Sozialversicherung, Lehre und Erziehung arbeiten überproportional viele Frauen. Dass ihnen insgesamt zu wenig gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung zuteilwird, ist seit langem bekannt. Derzeit kommen für sie erschwerend physische und psychische Belastungen hinzu. Sie arbeiten im direkten Kontakt mit Menschen und sind der Ansteckungsgefahr in besonderem Maße ausgeliefert. Ihnen gilt die gesellschaftliche Solidarität, welche durch Beachtung der geltenden Verordnungen ihren Ausdruck findet. Besonders wichtig wird es aber sein, spätestens nach der überstandenen Pandemielage die Arbeitsbedingungen dieser Berufsgruppen grundlegend zu reformieren – mit allen wirtschaftspolitischen Konsequenzen.

Mehrfachbelastungen betreffen derzeit auch besonders Mütter, die den Balanceakt von eigener Telearbeit und Beschulung und Betreuung der Kinder von zu Hause aus organisieren müssen. Ein täglicher Kraftakt, der noch immer vorrangig von Frauen bewältigt werden muss. Es wird niemanden verwundern, wenn daher auch in dieser Zeit insbesondere Männer bei Beförderungen zum Zuge kommen werden.

Es ist also höchste Zeit insbesondere die Bedürfnisse der Frauen als Richtschnur wirtschaftspolitischer Entscheidungen zu nehmen.

2021-03-05T12:18:28+01:0005.03.2021|

Enrico Bloch: Die Ministerpräsidentenkonferenz entscheidet über die Zukunft unserer Kinder!

In Berlin haben sich die Abgeordneten mehrheitlich dafür entschieden, dass Schüler im kommenden Schuljahr die Klassenstufe wiederholen können. Von diesem Angebot werden vorrangig Eltern Gebrauch machen, deren Kinder sich in einer Abschlussklasse befinden. Was passiert, wenn die schulischen Leistungen auf demselben Niveau oder gar schlechter ausfallen als im Vorjahr, ist ungeklärt.

Bezirksstadtrat Gordon Lemm schlägt eine andere Lösung vor: Die Wiedereinführung des Samstagsunterrichts bzw. der Möglichkeit, am Samstag versäumten Stoff durch private Bildungsinstitute in den Schulen nachzuholen zu können.

DAS PROBLEM: Dieser Vorschlag würde erst im nächsten Schuljahr zum Einsatz kommen. Und hilft nur den Schülern, die im nächsten Schuljahr Leistungsdefizite durch versäumten Unterrichtsstoff bekommen. Beide Vorschläge –Wiederholen und Samstags-Unterricht –bedeuten eine finanzielle und persönliche Mehrbelastung für Kinder, Eltern, Lehrer*innen, Schulen, Bezirke und Länder. In der Ministerpräsidentenkonferenz wurde entschieden, dass der Großteil der Schulen geschlossen bleiben bzw. dass der Unterricht im Homeschooling erfolgt.

Ich fordere deshalb:

Für die Abschlussklassen muss auch jetzt der Verbesserungsgrundsatz gelten. Die Rahmenlehrpläne müssen mindestens für das kommende Schuljahr bundesweit gestrafft und gekürzt werden.

Damit unsere Kinder die gleichen Zukunftschancen wie vor Corona haben.

Damit es Lehrer*innen ermöglicht wird, bestehende Lernlücken zu schließen.

Bereits vor Corona verließ jede*r achte Schüler*in im Bezirk die Schule ohne Abschluss.

Ein Zeichen für mich, dass unser gesamtes föderales Bildungssystem mit allen beeinflussenden Faktoren JETZT auf den Prüfstand muss.

Die bestehenden Unterschiede und die große Ungleichheit sind schon lange bekannt. Die Corona-Pandemie legt die längst bekannten Schwächen unseres Bildungssystems bloß. Und die damit verbundenen Gefahren für die Zukunft unserer Kinder.

Deshalb: Kurs-Wechsel in der Schulpolitik! Schluss mithalbherzigen Korrekturen auf Länder-Ebene! Wir brauchen eine bundesweite Bildungs-Strategie zum Schutz unserer Kinder!

2021-03-03T13:23:22+01:0003.03.2021|

Durchhalten, und zwar gemeinsam und solidarisch!

Die Corona-Pandemie fordert uns zurzeit alle in verschiedensten Lebensbereichen heraus. Dass nicht immer alle neuen Verordnungen für alle Menschen gleich nachvollzieh- und zum Teil  auch nur unter großen Anstrengungen umsetzbar sind, ist nachvollziehbar. Wir als Kreis und Fraktion der SPD Marzahn-Hellersdorf möchten uns an dieser Stelle jedoch klar und solidarisch positionieren:

Die schwierige Zeit bringen wir nur hinter uns, wenn wir diese gemeinsam Seite an Seite und zwar unter den Maßgaben der Hygiene-Verordnungen und nach Möglichkeit zuhause durchstehen.

Der Kreis und die Fraktion der SPD Marzahn-Hellersdorf stellen sich entschlossen gegen Veranstaltungen, wie den von der bezirklichen AfD organisierten wöchentlichen Autokorso. An diesem Format nehmen vor allem Menschen aus dem rechten und rechtsoffenen Spektrum der Pandemie- Leugner/-innen teil. Wie das ‚Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf‘ rufen auch wir die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich nicht an demokratiefeindlichen und lebensgefährlichen Aktionen zu beteiligen.

Gesetzgebungen von demokratisch legitimierten Instanzen müssen wir respektieren. Bei Einwänden und Kritik braucht es einen respektvollen Diskurs, der vor allem demokratisch, faktenbasiert und gemeinsam gestaltet wird. Dennoch ist klar: Das Corona-Virus verschwindet nicht einfach, wenn es geleugnet wird. Am schnellsten haben wir unseren Alltag wieder, wenn wir uns jetzt an die Regeln halten. Das ist auch eine Frage der Solidarität mit besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und dem Personal der Rettungsstellen sowie Intensivstationen in unseren Krankenhäusern.

Wir bitten daher Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, informieren Sie sich selbständig über glaubwürdige und faktenbasierte Kanäle.
Das sind nur einige Möglichkeiten:

Verhalten Sie sich solidarisch und hilfsbereit und bleiben Sie gesund!

Sollten Sie ein Anliegen haben oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich gern an uns, den Kreisverband und die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf. Wir helfen Ihnen gern weiter!

Für akute Krisensituationen finden Sie hier Notrufnummern:

2021-02-03T13:39:23+01:0003.02.2021|
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