Die SPD Marzahn-Hellersdorf zieht nach den Wahlen vom 20. September eine nüchterne Bilanz: Das Ergebnis ist eine deutliche Niederlage, die weder der geleisteten Arbeit noch den erreichten Erfolgen der vergangenen Jahre gerecht wird – vom Kombibad am Kienberg über 50 neue Kitas bis zu vier neuen Jugendclubs.
Zu einer demokratischen Wahl gehört aber auch, ein Ergebnis anzuerkennen, das man sich anders gewünscht hätte – das tut der Kreisverband.
„Wir haben diese Wahl sehr deutlich verloren. Das Ergebnis ist für uns wirklich schmerzhaft. Aber wir ziehen uns nicht zurück“, erklärt Gordon Lemm, Kreisvorsitzender der SPD Marzahn-Hellersdorf. „Mit vier Sitzen in der BVV und einer Abgeordneten (Iris Spranger) im Abgeordnetenhaus bleiben wir in beiden Gremien präsent und kämpfen als Partei weiter für unseren Bezirk und dessen Bürgerinnen und Bürger.“
Mit Sorge blickt die SPD auf das starke Abschneiden der AfD. Schon in der vergangenen Wahlperiode hat die AfD als zweitstärkste Kraft in der BVV mit einer Vielzahl von Anträgen und Anfragen gezeigt, wie sie Politik versteht: ideologische Symbolpolitik statt Lösungen für die tatsächlichen Probleme der Menschen vor Ort. Die SPD Marzahn-Hellersdorf befürchtet, dass sich das mit dem gewachsenen Gewicht der AfD noch verstärkt.
„Wir werden genau hinschauen. Wenn Politik künftig gegen die Interessen von Familien gemacht wird, wenn Ideologie über vernünftige Politik gestellt wird, werden wir uns dagegenstellen und in die Öffentlichkeit bringen“, so Lemm weiter.
Die SPD versteht sich weiterhin als verlässlicher Anker für sozialen Ausgleich, gute Arbeitsplätze und ein lebenswertes Marzahn-Hellersdorf. Sie bietet allen demokratischen Parteien im Bezirk ausdrücklich eine konstruktive, pragmatische Zusammenarbeit an.
„Wir haben eine Wahl verloren. Unsere Verantwortung für diesen Bezirk haben wir nicht verloren“, so Lemm.
Fotos: Ben Schneider