Im Gegensatz zur CDU, die vorschlug, weit entferntes Mobiliar aus dem SEZ für unser neues Freibad in Marzahn-Hellersdorf bereitzuhalten, schlage ich eine lokale Alternative vor: die Rettung der historischen Tierplastiken aus dem geschlossenen Wernerbad.
Während die Nutzbarkeit von altem SEZ-Mobiliar nach Jahren des Leerstands fraglich ist, haben wir in Kaulsdorf echte Wahrzeichen, die nur darauf warten, wieder Teil unseres Alltags zu werden. Im Zentrum stehen dabei das berühmte Nilpferd „Knautschke“ sowie eine Pinguin-Gruppe – beides Werke des Berliner Bildhauers Erwin Kobbert.
Das Wernerbad hat leider keine Zukunft als Bad, aber seine Seele kann weiterleben. Knautschke hat über Jahrzehnte Wind und Wetter und auch mir als badendem Kind getrotzt und ist in einem guten Zustand. Es wäre ein wunderbares Symbol der Kontinuität, wenn Kinder, die heute im neuen Bad schwimmen lernen, von derselben Figur begrüßt werden, die schon Generationen von Menschen aus Marzahn-Hellersdorf ans Herz gewachsen ist.
Künstlerisches Erbe sichern
Die Plastiken sind nicht nur Symbole der Kiez-Geschichte, sondern auch künstlerisch bedeutsam. Der Berliner Erwin Kobbert, der auch in Biesdorf und Mahlsdorf wohnte und arbeitete und 1969 verstarb, war unter anderem an der Gestaltung des sowjetischen Ehrenmals in Treptow beteiligt.