In unserem Bezirk leben inzwischen 2000 Kinder, die in Wohnungslosen-Unterkünften untergebracht sind. Viele dieser Familien bleiben dort 1-2 Jahre, bevor sie es schaffen, wieder eine eigene Wohnung zu beziehen.
Alleinerziehende bleiben im Durchschnitt 4-5 Jahre in diesen Unterkünften. Die Lebenswelt für diese Ein-Elternfamilien ist also besonders belastend. Wie schwer es sein muss, in einer Wohnungslosenunterkunft aufzuwachsen, mit wenig Privatsphäre, ständiger Armut und in der Gesellschaft psychisch belasteter Menschen, können wir uns nur schwer vorstellen.
Leider gibt es nach wie vor zu wenig Wohnraum in unserer Stadt und unserem Bezirk. Die wenigen Wohnungen, die neu gebaut werden, sind schnell vergriffen. Ich möchte versuchen, mit einem Pilotprojekt zumindest etwas zu helfen.
Im Juni beginnen wir mit dem Projekt „Wohnen statt ASOG für Alleinerziehende“. Ein Träger wird sich konkret mit den Familien in Verbindung setzen und anschließend mit dem Klinkenputzen bei den (kommunalen) Wohnungsbaugesellschaften helfen.
Der große Unterschied beim Finden eigener Wohnräume zwischen Alleinerziehenden und Zwei-Elternfamilien besteht darin, dass den Alleinerziehenden nur mit zusätzlicher Unterstützung geholfen werden kann.
Meine Hoffnung ist, dass wir wenigstens einigen Ein-Elternfamilien alsbald zu eigenen vier Wänden verhelfen können, sodass ein Stück weit Normalität einkehren kann und auch diese Kinder eine Chance für ein gutes, gesundes Aufwachsen in unserem Bezirk erhalten.
Herzliche Grüße
euer Gordon