Hoffmann, Marion

Marion Hoffmann

Die SPD-Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf fordert vom Bezirksamt ein verlässliches Konzept zum Hitzeschutz an den Schulen des Bezirks. Notwendig sind ein Überblick über besonders belastete Schulgebäude, klare Prioritäten, konkrete Maßnahmen und eine gesicherte Finanzierung.

Marion Hoffmann, stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, erklärt:

„In diesem Sommer wurden in nach Süden ausgerichteten Klassenräumen Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad gemessen. Unter solchen Bedingungen sind konzentriertes Lernen und Arbeiten kaum möglich. Dass dringender Handlungsbedarf besteht, wird auch vom Bezirksamt eingeräumt. Diese Erkenntnis allein reicht aber nicht – Schulen, Lehrkräfte, Eltern und Kinder müssen wissen, was wann umgesetzt wird.“

In der Beantwortung der Großen Anfrage der SPD-Fraktion bestätigte Bezirksstadtrat Stefan Bley die Notwendigkeit von Hitzeschutzmaßnahmen an den Schulen. Zum konkreten weiteren Vorgehen und zur Finanzierung blieben jedoch nach erster Einschätzung wesentliche Fragen offen.

So verwies Bezirksstadtrat Bley auf bestehende Vorgaben zum Sonnenschutz, konnte demnach aber keine vollständige Übersicht über den Handlungsbedarf an den Schulen vorlegen. Einzelne Hitzeschutzmaßnahmen würden aber bei künftigen Planungen berücksichtigt.

Eine eigene Prioritätenliste für den Hitzeschutz gebe es bislang nicht. Die Sanierungsplanung orientiere sich auch am baulichen Zustand der Schulen. Eine gesonderte Finanzierung für Hitzeschutz sei in der Investitionsplanung nicht vorgesehen; Fördermittel für den Ganztagsausbau könnten nur für Grundschulen genutzt werden, die Mittel des Sondervermögens seien jedoch eng zweckgebunden.

Aus Sicht der SPD-Fraktion ist das eine ungenügende Antwort auf eine der wichtigsten Fragen für die gesundheitliche Sicherheit von Schülerinnen und Schülern. Es braucht sowohl kurzfristig umsetzbare Maßnahmen wie außenliegenden Sonnenschutz, Sonnensegel und geeignete Lüftungsgeräte als auch langfristige bauliche Lösungen. Dazu gehören die Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen, zusätzliche Schattenflächen und die Berücksichtigung des Hitzeschutzes bei Sanierungen und Neubauten. Dafür müssen alle verfügbaren Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten konsequent genutzt werden.

„Wir wissen, dass nicht alle Schulräume kurzfristig klimatisiert werden können. Umso wichtiger ist ein realistischer und nachvollziehbarer Stufenplan. Der nächste heiße Sommer kommt garantiert. Deshalb dürfen wir nicht erneut erst handeln, wenn in den Klassenräumen und auf Schulhöfen bereits unerträgliche Temperaturen herrschen“, so Marion Hoffmann abschließend.