Gesundheit
Gesundheitsbezirk für alle
Gesundheit ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und soziale Teilhabe in Marzahn-Hellersdorf. Als SPD machen wir unseren Bezirk zu einem Gesundheitsbezirk für alle.
Wir stärken den Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung in allen Lebensphasen. Gesundheit denken wir in allen Politikfeldern mit – von Stadtplanung über Bildung bis zu Klima- und Lärmschutz – und richten unsere Maßnahmen konsequent an den Bedürfnissen besonders verletzlicher Gruppen aus.
AMBULANTE VERSORGUNG SICHERN – PRAXISRAUMBÖRSE VERSTETIGEN
Wir machen die von uns eingeführte Praxisraumbörse zu einem dauerhaften Instrument im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Im Haushalt sichern wir eine feste Personalstelle im Gesundheitsamt und die kontinuierliche Pflege der Plattform. Wir sprechen Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachgruppen wie Kinderärztinnen und Kinderärzte, Psychiatrie, Gynäkologie und Hausärztinnen und Hausärzte aktiv für eine Niederlassung im Bezirk an.
Wir kooperieren mit landeseigenen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, um geeignete Praxisräume im Bezirk zu finden.
Wir bauen die Praxisraumbörse zu einem umfassenden Versorgungsmanagement mit Beratungsangebot für Niederlassungen aus. Dieses Versorgungsmanagement bündelt Beratungen zur Kassenärztlichen Vereinigung, zu Förderprogrammen und Standortanalysen. Das Bezirksamt berichtet der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) regelmäßig, wo Sitze fehlen und welche Fachgebiete sich bei der Praxisraumbörse melden.
STARKER ÖFFENTLICHER GESUNDHEITSDIENST – GESUNDHEITSAMT PERSONELL UND DIGITAL STÄRKEN
Wir starten eine Personaloffensive im Gesundheitsamt Marzahn-Hellersdorf.
Wir legen klare Zielmarken für zusätzliche Stellen im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, im Zahnärztlichen Dienst und im sozialpsychiatrischen Dienst (SPDi) fest.
Wir setzen uns für eine bessere Bezahlung der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst gegenüber dem Land Berlin ein. Wir verbessern die Arbeitsbedingungen durch gute Fortbildungen, Supervision und verlässliche Personalausstattung. Auch eine Weiterbildungsbefugnis für den ärztlichen Dienst zu erlangen, soll zur Steigerung der Attraktivität beitragen.
Wir bauen eine moderne digitale Infrastruktur und ein bezirkliches Gesundheitsmonitoring auf.
Wir werten die Ergebnisse von Einschulungs- und Kitareihenuntersuchungen zu Sprachstand, motorischer Entwicklung, Übergewicht und psychischen Auffälligkeiten auf Bezirksebene aus.
Darauf aufbauend erstellen wir einen regelmäßigen „Kinder- und Jugendgesundheitsbericht Marzahn-Hellersdorf“. Die Daten nutzen wir für konkrete Maßnahmen im Bildungs-, Jugend- und Stadtteilbereich.
KEIN KIND GEHT DURCH DAS RASTER – REIHENUNTERSUCHUNGEN UND FÖRDERKETTEN
Wir sichern Einschulungsuntersuchungen vollständig und fristgerecht ab.
Wir koppeln die Ergebnisse in anonymisierter, datenschutzkonformer Form konsequent an Kitas und Schulen zurück.
Wir streben wieder flächendeckende Kitareihenuntersuchungen an.
Wir bauen die Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD), Jugendamt, Frühförderstellen, Sprachförderangeboten und Familienzentren aus.
Bei hohen Förderbedarfen setzen wir kiezbezogene Schwerpunkte, etwa dort, wo viele Rückstellungen auftreten.
Wir stärken multiprofessionelle Teams in Kitas und Schulen, zum Beispiel mit Sprachförderung, Ergotherapie-Kooperationen und Sozialarbeit.
SEXUELLE GESUNDHEIT UND REPRODUKTIVE RECHTE STÄRKEN
Wir entwickeln das Zentrum für sexuelle Gesundheit zu einer Vorzeigeeinrichtung des Bezirks weiter.
Wir verbessern die räumliche Situation nach dem Umzug durch barrierefreie Räume, Transferlifter und gute Zugänge. Wir sichern und stärken die personellen Ressourcen im Zentrum, etwa ärztliche, psychosoziale Angebote und Sprachmittlung.
Wir setzen uns ein für:
• Kostenfreier Zugang zu Verhütungsmitteln unabhängig vom Geschlecht
• Verstetigung der kostenlosen Kondomausgabe
• Umfassende Beratung zu Verhütung, Schwangerschaft und sexueller Vielfalt.
Wir fördern LSBTIQ- und diversitätssensible Gesundheitsangebote mit Fortbildungen für das Personal in Gesundheitsamt und Zahnärztlichem Dienst in Zusammenarbeit mit der bezirklichen Queerbeauftragten.
Wir unterstützen sichtbare, niedrigschwellige Angebote für queere Jugendliche und junge Erwachsene in Kooperation mit Projekten vor Ort.
PFLEGE, ALTER UND PSYCHISCHE GESUNDHEIT IM BEZIRK
Wir verankern (ambulante) Pflege stärker im Bezirk. Wir unterstützen und vernetzen Pflegestützpunkte, Nachbarschaftsinitiativen und Ehrenamtsprojekte.
Wir fördern „pflegefreundliche Kieze“ mit kurzen Wegen zu Pflegeberatung, ambulante Pflege, Hilfsmitteln, Tagespflege. Ambulante Pflegedienste erleichtern: Abbau von Hindernissen in der ambulanten Pflegeversorgung. Die Zufahrt zu den zu Pflegenden durch geeignete Maßnahmen im ruhenden Straßenverkehr erleichtern. Stellplätze für Pflegedienste im verdichteten Wohnbau freihalten.
Insbesondere die niedrigschwellige Information (analog und digital) für Betroffene und Angehörige wollen wir fördern.
Wir stärken die psychische Gesundheit, besonders von Kindern und Jugendlichen.
Wir setzen die Forderung nach einer eigenständigen, gut sichtbaren Verortung des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes im Bezirk um.
Wir bauen niedrigschwellige Angebote wie Schulprojekte, Gruppenangebote in Stadtteilzentren und Online-Sprechstunden aus.
GESUNDHEIT IN ALLEN POLITIKFELDERN
Wir verankern, dass große Vorhaben im Bezirk immer auch Gesundheitsziele berücksichtigen. Wir senken Lärm- und Luftbelastung in den Kiezen. Wir schaffen mehr Bewegungsräume wie Spielplätze, Sportflächen und sichere Wege.
Wir machen die Kieze hitzeresilient, etwa durch Begrünung und Schattenangebote.
Der bezirkliche Hitze- und Kälteschutz berücksichtigt besonders vulnerable Gruppen (Kinder, Ältere, Menschen mit Behinderungen, Obdach-/Wohnungslose).
Wir führen bei großen Bauprojekten eine Gesundheitsfolgenabschätzung durch.