Inklusion und Integration
FÜR ZUSAMMENHALT, DEMOKRATIE UND SOZIALE GERECHTIGKEIT.
Die SPD in Marzahn-Hellersdorf steht für eine Politik des Respekts, der Solidarität und der klaren demokratischen Haltung. Sie nimmt Integration und Inklusion ernst. Unser Bezirk ist vielfältig, lebendig und im Wandel. Wir begreifen diese Vielfalt als Stärke – und setzen uns dafür ein, dass alle Menschen hier sicher, gerecht und selbstbestimmt leben können. Für uns ist klar: Inklusion und Teilhabe dürfen kein Glücksfall sein, sondern müssen selbstverständlich sein.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung braucht es eine handlungsfähige Kommunalpolitik, die soziale Gerechtigkeit sichert, demokratische Strukturen stärkt und konsequent gegen Extremismus eintritt. Dabei dürfen Integration und Inklusion nicht zu kurz kommen.
STARKE BÜNDNISSE FÜR EINE STARKE DEMOKRATIE
Demokratie entsteht vor Ort. Sie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, von aktiver Zivilgesellschaft und einer transparenten Verwaltung.
Wir setzen uns ein für:
• den systematischen Ausbau lokaler Netzwerke zwischen Vereinen, Gewerkschaften, Initiativen, Religionsgemeinschaften und Kommunalpolitik
• verlässliche und dauerhafte Förderstrukturen für zivilgesellschaftliches Engagement
• transparente und niedrigschwellige Beteiligungsformate für Bürgerinnen und Bürger
• eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendhilfe und sozialen Trägern
• eine bürgernahe Bezirksverwaltung mit klarer Kommunikation
• Politische Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden. Beteiligung schafft Vertrauen – und Vertrauen stärkt unsere Demokratie.
• Ein nazifreies Marzahn-Hellersdorf.
KONSEQUENTES ENGAGEMENT GEGEN RECHTSEXTREMISMUS
Rechtsextremismus ist die größte Bedrohung für eine offene Gesellschaft. Er greift Menschenwürde, Vielfalt und sozialen Frieden an. Wir treten ihm entschlossen entgegen.
Unsere Ziele sind:
• nachhaltige Unterstützung von Beratungsstellen und Präventionsprojekten
• Stärkung und Weiterentwicklung kommunaler Aktionspläne gegen Rechtsextremismus
• konsequenter Schutz von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
• flächendeckende politische Bildungsangebote für alle Altersgruppen
• klare Positionierung des Bezirks gegen jede Form von Hass und Hetze
• Demokratie verteidigt sich nicht von selbst. Sie braucht eine aktive Zivilgesellschaft und eine klare politische Haltung.
VERANTWORTUNG FÜR UNSERE GESCHICHTE – LEBENDIGE GEDENKKULTUR
Erinnerung ist kein Selbstzweck. Sie ist Auftrag und Verpflichtung. Gerade in Berlin tragen wir besondere Verantwortung für eine aktive und zeitgemäße Erinnerungskultur.
Wir wollen:
• Gedenkorte im Bezirk sichern, pflegen und weiterentwickeln
• pädagogische Angebote ausbauen und langfristig finanzieren
• Kooperationen zwischen Schulen und Gedenkstätten intensivieren
• digitale und innovative Formen der Erinnerungskultur fördern
• lokale historische Initiativen sichtbarer machen
• Gedenkkultur bedeutet, aus der Geschichte zu lernen und Haltung zu zeigen – heute und in Zukunft.
TEILHABE UND INTEGRATION ALS FUNDAMENT DES ZUSAMMENHALTS
Soziale Gerechtigkeit heißt Chancengleichheit. Herkunft, Religion, Einkommen oder Lebensgeschichte, sowie Art und Schwere der Behinderung oder chronischen Erkrankung dürfen nicht über Zukunftschancen entscheiden.
Wir stehen für:
• bessere und inklusive Bildungs- und Sprachförderangebote von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter
• barrierefreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
• faire und nachhaltige Arbeitsmarktintegration und -inklusion
• niedrigschwellige und barrierefreie Beratungs- und Begegnungsangebote in allen Kiezen
• konsequente Bekämpfung von Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung
• Stärkung von Quartiersarbeit und sozialer Infrastruktur
• Barrierefreie Mobilität auch in den Siedlungsgebieten
Inklusion und Integration gelingt dort, wo echte Teilhabe möglich ist – im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt und im gesellschaftlichen Leben
MARZAHN ALS EINWANDERUNGSBEZIRK – INTEGRATION FÖRDERN UND FORDERN
Marzahn-Hellersdorf hat sich zu einem Einwanderungsbezirk entwickelt – die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund hat sich seit 2015 verdoppelt. Wir sind überzeugt, dass diese Vielfalt unseren Bezirk bereichert: zum einen wirtschaftlich, um die Alterung und den Fachkräftemangel anzugehen, aber auch gesellschaftlich und kulturell.
Wir wollen das Ankommen im Bezirk weiterhin erleichtern und hier echte Perspektiven und Zugehörigkeit schaffen. Gleichzeitig wollen wir Integration fördern, aber auch einfordern.
Wir stehen für:
• Gezielte Sprachförderung für Kinder mit Migrationsgeschichte in Kita und Schule, die spielerisches Lernen für Kinder mit Fortbildungen für Erzieher*innen und Lehrkräfte sowie sozialpädagogischer Elternarbeit kombiniert.
• Sprachförderung auch für Erwachsene, insbesondere geflüchtete Frauen, die Kurse mit integrierter Kindesbetreuung benötigen
• Eine effektive Lotsenfunktion für zugewanderte Menschen durch Beratungsstellen, insbesondere durch den Bezirklichen Migrationssozialdienst
• Vernetzung von Trägern, Jobcenter und Betrieben, um die Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen, mit Fokus auf Branchen mit Engpässen und Fachkräftemangel (z.B. Handwerk, Gesundheit und Pflege)
• Keine weiteren Gemeinschaftsunterkünfte im Bezirk, ohne dass die schulische und gesundheitliche Infrastruktur dafür gewährleistet ist, und keine Verdichtung von Großsiedlungen mit Flüchtlingsunterkünften
• Besseren Zugang zu regulärem Wohnraum und eine dezentrale Unterbringung durch eigene Vermittlungsintiativen wie das Projekt „Wohnen statt MUF“ von Senatsverwaltung, Bezirksamt und Caritas.
• Echte Teilhabe von Migrant*innen und Geflüchteten und Partnerschaft auf Augenhöhe mit Organisationen, in denen sie sich selbst organisieren und ihre Interessen und Perspektiven vertreten (Migrantenselbstorganisationen).