Liebe Genossinnen und Genossen,

mein Name ist Dennis Dorrhauer, ich bin 37 Jahre alt und bewerbe mich erneut für das Amt des Kreiskassierers. Ich bin Wirtschaftsjurist; zuvor habe ich auch Geschichte und Kunstgeschichte studiert. Nach intensiver ehrenamtlicher Betätigung als Studierendenvertreter bin ich 2015 in die SPD eingetreten und in verschiedenen Funktionen in unserem Kreisverband – unter anderem seit zwei Jahren als Kreiskassierer – aktiv. Ich habe mich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften eingebracht und tue dies nun in der AfB, wo ich im März zu einem der stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt wurde.

Beruflich bin ich in der zentralen Bezirklichen Koordinierungsstelle Schulbau der Berliner Bezirke tätig. Hier betreue ich unter anderem die bezirklichen Mitglieder der Taskforce Schulbau und setze mich für eine effektive Vertretung bezirklicher Interessen ein. Die Reform der Berliner Verwaltung ist ein Dauerthema, das auch für die Parteienfinanzierung Relevanz hat. Insbesondere ein kleiner Kreisverband wie Marzahn-Hellersdorf finanziert sich primär aus den Zuwendungen seiner Mandatsträger:innen, insbesondere der Bezirksverordneten. Daher ist bei der Reform der Verwaltung darauf zu achten, dass die BVVen erhalten und mit einem sinnvollen Wirkungskreis ausgestattet werden. Die politischen Gestaltungsspielräume zwischen Landes- und Bezirksebene müssen austariert werden, um niedrigschwelliges politisches Engagement und Verantwortungsübernahme zu ermöglichen und so die örtlichen Angelegenheiten effektiv mitzugestalten. Dazu sollte auch angestrebt werden, mehr Beschlüsse der BVV mit rechtlicher Bindungswirkung auszustatten.

Das Amt des Kassierers ist mit großem Arbeitsumfang verbunden. Dazu gehören die Aufstellung des Wirtschaftsplans, sinnvollerweise inklusive einer mittelfristigen Finanzplanung, die Ausführung und ggf. laufende Anpassung des Wirtschaftsplans einschließlich Durchführung aller Zahlungsvorgänge, die Verbuchung aller Einnahmen und Ausgaben, die Annahme und Abwicklung von Spenden sowie die Erstellung des Jahresabschlusses.

Die letzten zwei Jahre waren in Finanzangelegenheiten sehr ereignisreich: Neben zwei Wiederholungswahlen sind wir in ein neues Kreisbüro umgezogen und haben dieses ausgestattet. Dies ist die größte strategische Investition des Kreises seit vielen Jahren. Somit mussten viele Kalkulationen zu Einnahmen und Ausgaben mussten neu erstellt und Absprachen getroffen werden.

Aufgrund begrenzter Finanzmittel, hoher Investitionen in eine unerwartete Wiederholungswahl und in das Kreisbüro ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir bei unseren Ausgaben alle gemeinsam darauf achten, dass diese möglichst darauf ausgerichtet sind, Einnahmen in der Zukunft  zu erzielen, sei es durch gewonnene Wahlkämpfe oder neue Mitglieder. Ferner möchte ich mich in den nächsten zwei Jahren der Frage widmen, wie die Abläufe in Bezug auf Spenden vereinfacht werden können, damit auch dies eine stärkere Einnahmequelle sein kann.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir diese verantwortungsvolle Aufgabe wieder übertragt.

Solidarische Grüße

Euer Dennis